Das intensive Ringen um die Durchführbarkeit des Generali Open Kitzbühel in diesem herausfordernden Jahr wurde belohnt: Es gab viel Zuspruch von allen Seiten und Lob für den Mut der Veranstalter, das Turnier in diesen risikoreichen Zeiten durchzuführen. Mit seinem Testsystem und den umfassenden Maßnahmen konnte sich das Generali Open Kitzbühel in dieser Woche als „Vorzeigemodell“ im Sportevent-Bereich einen Namen machen. Insgesamt wurden rund 600 Testungen durchgeführt. Mit einer Top-Priorität: Spieler, Mitarbeiter und Zuschauer kamen gesund durch die Turnier-Woche. Serbiens Shootingstar Miomir Kecmanovic krönte die Woche mit seinem Premieren-Titel auf der ATP-Tour.

Das erste ATP-Turnier auf europäischem Boden ist Geschichte und was für eine. Hinter dem gesamten Organisationsteam liegen herausfordernde Wochen und Monate. Nachdem man sich lange um eine Terminverschiebung bemühte, folgten Wochen der intensiven Ausarbeitung von strengen Covid-19-Präventionsmaßnahmen. Daraus entstand ein umfassendes und vor allem schnelles Testungskonzept, das nicht nur die ATP als Vorzeigevent für künftige Veranstaltungen mit Besuchern heranziehen wird, sondern auch bei Österreichs Sportminister Kogler für Anerkennung sorgte. Letzterer sprach von Kitzbühel als einem Vorzeigemodell, nicht nur für Österreich, sondern auch auf internationaler Ebene. Und die ATP wird die Abläufe beim Generali Open für weitere Turniere in diesem Jahr verwenden. Insgesamt wurden rund 600 Testungen durchgeführt. Jeder Test wurde von Dr. Christian Hengl innerhalb von vier Stunden ausgewertet: „Alle sind gesund durch die Woche gekommen. Das war unser oberstes Ziel“, so die Veranstalter Markus Bodner und Herbert Günther: „Spieler und ATP haben es sehr geschätzt, dass wir das Risiko eingegangen sind und das Turnier trotz dieser herausfordernden Zeiten ausgetragen haben. Wir wollten ein Vorzeigeevent sein und ein Zeichen setzen, das ist uns gelungen.“
 
Mit den strikten Covid-19-Präventionsmaßnahmen ging auch ein limitiertes Kontingent an erlaubten Zuschauern im Stadion einher. Ab Donnerstag konnte das Zuschauervolumen von rund 1900 Fans im Stadion ausgeschöpft werden: „Wir haben uns immer ein paar Restkarten beiseitegelegt, auch um zu vermeiden, dass es auf den kleineren Plätzen zu Engstellen kommt“, so Turnierdirektor Alexander Antonitsch. 
 
Termin für 2021: 24. Juli bis 31. August
 
Planungssicherheit kommt in diesen schwierigen Zeiten auch von Partner Generali, der die vielleicht außergewöhnlichste Auflage des Generali Open als Rahmen für die Vertragsverlängerung bis 2022 nutzte. Auch der nächstjährige Termin steht mit 24. Juli bis 31. August 2021 bereits fest: „Wenn die Olympischen Spiele stattfinden, wird der nächstjährige Termin wieder eine Challenge. Aber das sind wir mittlerweile schon gewohnt, und wir wissen auch, dass die Spieler gerne nach Kitzbühel kommen. Schön wäre, wenn wir dann wieder ein Tennisfest mit etwas mehr Normalität feiern könnten, ohne Masken und vor vollen Rängen“, so Antonitsch. Und vielleicht auch mit Dominic Thiem, dessen Finalauftritt bei den US-Open heute natürlich auch in Kitzbühel mit Spannung verfolgt wird: „Es wäre natürlich ein Traum, wenn Dominic nächstes Jahr – vielleicht sogar als Grand Slam-Sieger- in Kitzbühel aufschlägt. Wir werden jedenfalls alles daransetzen“, so Antonitsch.

Miomir Kecmanovic sichert sich Premieren-Titel
Serbiens Shootingstar Miomir Kecmanovic tritt in Kitzbühel die Nachfolge von Dominic Thiem als Turniersieger des Generali Open Kitzbühel an. Die 21-jährige ehemalige Nummer eins der Junioren-Weltrangliste setzte sich klar in zwei Sätzen (6:4 und 6:4) gegen den Deutschen Yannick Hanfmann durch und feierte -nachdem er es beim Ausservieren noch einmal so richtig spannend machte- beim Generali Open seinen emotionalen Premieren-Sieg auf der ATP-Tour: „Es ist sehr speziell, es ist mein erster ATP-Titel und das beim ersten Turnier, dass vor Zuschauern stattgefunden hat. Es war eine harte Woche, aber ich habe gutes Tennis gespielt. Es hat Spaß gemacht wieder vor Fans zu spielen!“ 

Ein Erfolg, der auch Turnierdirektor Alexander Antonitsch überzeugte: „Von dem werden wir sicherlich noch viel hören. Als Sportler erinnert man sich immer daran, wo man seinen ersten Titel gefeiert hat und ich bin mir sicher, dass auch Mischa das Generali Open Kitzbühel in bester Erinnerung behalten wird.“

Die Doppelsieger Krajicek/Skugor – Foto: Mia Knoll

Aus sportlicher Sicht war das Generali Open 2020 das Turnier der Premieren-Sieger, auch im Doppel-Bewerb. Denn da überraschte das Duo Austin Krajicek und Franko Skugor, das sich gegen die Nummer drei der Weltrangliste, Marcel Granollers/Horacio Zeballos, durchsetzen konnte: „Wir hatten im Verlauf der Woche viele enge Matches, das hat uns heute in Schlüsselmomenten sicherlich geholfen. Wir sind happy, dass wir wieder Tennis spielen können. Kitzbühel ist wunderschön und wir sind fast ein wenig traurig, dass wir heute weiterreisen müssen.“

Presseaussendung Generali Open Kitzbühel

ring-sports.at

Fotos: Mia Knoll