„Wenn einer ein 500er-Turnier in Rio gewinnen kann, warum dann nicht auch das Generali Open Kitzbühel“, zeigte sich auch Turnierdirektor Alexander Antonitsch von der bisherigen Kitzbühel-Bilanz von Laslo Djere beeindruckt. Der 25-jährige Serbe verabschiedete im Viertelfinale Publikumsliebling und Turnierfavorit Diego Schwartzman aus dem Generali Open Kitzbühel. Nicht ganz überraschend, denn Djere ist kein Unbekannter auf der Tour. Er schlug bei seinem Premieren-Turniersieg in Rio 2019 unter anderem auch Dominic Thiem und spielte sich in Kitzbühel bisher als Favoritenschreck von Runde zu Runde: Neben Vorjahres-Finalisten Ramos-Vinolas verabschiedete er unter anderem Italiens Shootingstar Sinner und nun also auch die Nummer zwei des Turniers, Diego Schwartzman.

Im morgigen Semifinale trifft Djere auf den deutschen Yannick Hanfmann, der sich zuvor im inner-deutschen Duell gegen Buddy und Trainingskollegen Maxi Marterer mit 6:2 und 7:5 durchsetzen konnte: „Ich habe mich heute richtig gut gefühlt am Platz, Aufschlag und Return haben super funktioniert“, so Hanfmann, der in Kitzbühel auch um den erstmaligen Einzug in die Top-100-der Welt spielt: „Natürlich ist das ein großes Ziel und ich denke, dass ich mit meinem derzeitigen Spiel dort auch hingehöre“, so Hanfmann.

Hüsler, Sensationsmann des Turniers
Wie Djere und Hanfmann, befindet sich auch noch ein weiterer Qualifikant in Kitzbühel auf der Überholspur. Marc-Andrea Hüsler, die Nummer 303 der Welt, verabschiedete sensationell Routinier Feliciano Lopez glatt in zwei Sätzen. Der junge Schweizer, der nach Gstaad 2018 überhaupt erst zum zweiten Mal in einem Hauptbewerb eines ATP-Turniers spielt und vom Österreicher Julian Knowle mitbetreut wird, trifft im morgigen zweiten Halbfinale, ab 15.00 Uhr, auf Miomir Kechmanovic. Der starke serbische Youngster gilt als eines der größten Talente auf der Tour und steht im Moment auf Rang 47 des ATP-Rankings. Er setzte sich mit 6:4, 6:7 und 7:5 gegen den Argentinier Federico Delbonis durch und ist beim Generali Open Kitzbühel auf Kurs zu seinem zweiten ATP-Tour-Finale. 

Melzer/Marach sorgten mit Semifinal-Einzug für ausgelassene Stimmung 
Während im Einzelbewerb die Youngsters begeistern, sorgten im Doppel zwei österreichische Routiniers für ausgelassene Stimmung am Kitzbüheler Center Court. „Das 4:8 im Champions Tie Break hätten wir ohne die Unterstützung des Publikums wohl nicht mehr aufgeholt“, jubelte Jürgen Melzer über den Semifinal-Einzug der beiden Österreicher. Morgen wartet das Nummer eins Doppel des Turniers, Granollers/Zeballos: „Jürgen und ich haben letztes Jahr gegen die Beiden im Viertelfinale des US Open gespielt. Sie sind sicher die Favoriten, aber vielleicht pushen uns die Leute wieder so wie heute und dann haben wir vielleicht wieder eine Überraschung für sie bereit“, freut sich Oliver Marach.

1900 Tickets dürfen pro Tag ausgegeben werden, das streng limitierte Kontingent wurde heute so gut wie ausgeschöpft. Auch in den nächsten Tagen wird das Generali Open gut gebucht sein: „Es gibt aber noch Restkarten. Wir freuen uns sehr, dass die Tennisfans sich vor Ort diszipliniert an die Covid-19-Maßnahmen halten, aber dennoch für großartige Stimmung sorgen. Das haben wir alle so sehr vermisst“, freut sich auch Turnierdirektor Alexander Antonitsch.

Presseaussendung Generali Open Kitzbühel

ring-sports.at

Foto: Mia Knoll