Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Martin Steiger, 29.10.2020

Wien, 29. Oktober 2020.  Titelverteidiger Dominic Thiem ist am Donnerstag in das Viertelfinale der mit 1.550.950 Euro dotierten Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle eingezogen. Der gegenüber seiner Auftaktpartie gegen den ukrainischen Lucky Loser Vitaliy Sachko stark verbesserte Lokalmatador ließ dem Chilenen Cristian Garin nicht den Funken einer Chance und besiegte den aktuellen Weltranglisten-22. in 65 Minuten mit 6:3, 6:2. Nächster Gegner des 27-jährigen Niederösterreichers ist der Russe Andrey Rublev (ATP-Rang 8), der in seiner Achtelfinal-Partie beim Stand von 2:1 im ersten Satz von der Aufgabe seines Gegners Jannik Sinner (ITA) wegen einer Verletzung im rechten Fuß profitierte.

„Ich habe heute viel besser gespielt, aber ich denke, dass das erste Match gegen Sachko normal war nach der langen Pause. Noch dazu gegen einen Gegner, den ich gar nicht gekannt habe und der viel besser gespielt hat, als sein Ranking aussagt. Ich habe da schon am Ende meine Intensität gefunden und das heute gut fortgesetzt. Es war eine sehr gute Partie, sehr solide vom Anfang bis zum Ende. Ich habe gegen einen guten Gegner sehr gut gespielt“, meinte ein zufriedener Thiem, der vor seinem Viertelfinal-Kontrahenten Rublev großen Respekt hat: „Er ist ein Supertyp, mit dem ich mich sehr gut verstehe. Wir trainieren fast bei jedem Turnier zusammen und er war auch schon einmal in der Vorbereitung auf Teneriffa mit dabei. Er spielt sehr schnell und fast fehlerfrei. Er ist jetzt in die Top Ten eingezogen, aber für mich gehört er definitiv zu den drei bis fünf besten Spielern derzeit“, so Thiem.

In den direkten Duellen führt der Österreicher mit 2:1. Thiem siegte vor drei Jahren bei den Erste Bank Open in zwei Sätzen und zwang Rublev auch 2018 auf Sand in Monte Carlo in drei Sätzen in die Knie. Das bisher letzte Aufeinandertreffen entschied hingegen der 23-jährige Russe im Vorjahr ebenfalls auf Sand in Hamburg zweimal im Tiebreak für sich. Rublev hat in der laufenden Saison bereits vier Turniersiege (Doha, Adelaide, Hamburg, St. Petersburg) gefeiert und hält in Summe bei sechs ATP-Titeln.

Für Jurij Rodionov, der als zweiter Österreicher das Achtelfinale erreicht hatte, kam hingegen das Aus. Der 21-jährige Niederösterreicher musste sich dem Briten Daniel Evans nach einer Matchdauer von 1:43 Stunden mit 5:7, 3:6 geschlagen geben. Rodionov ließ phasenweise sein großes Talent aufblitzen, in engen Phasen spielten ihm allerdings die Nerven einen Streich, was sich auch in fünf Doppelfehlern niederschlug. „Mir hat heute die Erfahrung und das Fingerspitzengefühl gefehlt, was man in engen Situationen tun muss. Er wusste genau, wann er welchen Schlag spielen muss. Das hat mir heute gefehlt“, analysierte Rodionov, der auch zugab, dass er gegen Evans angespannter war als bei seinem sensationellen Erstrundenerfolg gegen den Weltranglisten-Zwölften Denis Shapovalov: „Es war mental viel schwieriger als gegen Shapovalov, gegen den ich keine großen Erwartungen hatte. Heute wollte ich gewinnen, weil die Chance groß war, aber deshalb konnte ich leider nicht relaxt genug an die Partie rangehen“, ergänzte Rodionov.

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Presseaussendung Erste Bank Open