Auch in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wurde die Eishockey-Saison aufgrund vom Corona-Virus frühzeitig abgebrochen. Die DEL-Klubs haben anschließend sogar eine eigene Klausel in die Verträge der Spieler installiert. Ein Hintergrundbericht.

Erstmals in der Geschichte der DEL wurde die Saison vorzeitig abgebrochen. Playoffs fanden aufgrund der Pandemie keine mehr statt und die Liga reagierte auch relativ schnell auf diese Krankheit. So wird man in den zukünftigen Verträgen eine eigene Klausel für eine derartige Pandemie finden. Auch wenn diese etwas „schwammig“ definiert ist.

Und was genau steht in dieser Pandemie-Klausel? Kurz gesagt sollen sich die Spieler bereit erklären, Kurzarbeit zu leisten oder auf Gehälter zu verzichten, falls die Spiele nicht regulär stattfinden können.

Die DEL hat auf alle Fälle ihre Hausaufgaben gemacht und direkt an alle Klubs einen Leitfaden ausgeschickt. Darin sind zum Beispiel Ratschläge enthalten, wie zukünftige Verträge aussehen sollen. Playoff-Prämien gibt es hier nur, wenn die Spiele vor Besuchern ausgetragen werden. Bei einem Saisonabbruch müssen sich die Spieler zumindest Verhandlungsbreit zeigen, teilweise auf Gehalt verzichten.

Doch DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hat auch ausrichten lassen, dass man zunächst arbeitsrechtlich genau prüfen wird. Auch ob eine derartige Klausel installiert werden kann.

Auch in Deutschland hat die Krise ihre Spuren hinterlassen. Einige Klubs hoffen auf eine finanzielle Unterstützung der Regierung. „Wirtschaftlich ist der Saisonabbruch natürlich eine Katastrophe, darüber brauchen wir gar nicht diskutieren“, so Tripcke.

Wie in Österreich gibt es auch in Deutschland keinen Meister. Aber Tripcke ist froh, dass es eine „feste“ Tabelle gibt an der man sich orientieren kann. Aus diesem Grund will man auch, trotz der Corona Krise, am Auf – und Abstieg festhalten. Welche Klubs sich das nun aber noch leisten können, diese Frage bleibt zunächst offen.

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