Ring Sports hat sich exklusiv mit dem ehemaligen U18- und U20-Kapitän Julian Payr unterhalten. Julian erzählte im Gespräch über seine Verletzung, wie es ihm aktuell geht, seine Zukunftspläne und eine eventuelle Heimkehr nach Österreich.

Der 20-Jährige gebürtige Feldkircher Julian Payr verbrachte seine noch junge Karriere bislang ausschließlich in der Schweiz, er besitzt eine Schweizer Lizenz. Der 193cm große Verteidiger hat Österreich sowohl in sämtlichen Nachwuchsteams – darunter sogar als Kapitän in der U18 und U20 – als auch schon in der A-Nationalmannschaft vertreten.  20 Spiele im Nachwuchs stehen 6 Spiele bei den „Großen“ im rot-weiß-roten Trikot gegenüber.

NL Erfahrung
Bereits im Alter von 17 Jahren debütierte Payr in der höchsten Schweizer Spielklasse. Insgesamt kann er in jungen Jahren bereits auf 41 Spiele in der NL (früher NLA), 3 Champions Hockey League Partien und auch 3 Einsätze beim populären Spengler Cup zurückblicken.

Verletzt out seit über einem Jahr
Im Februar 2020 verletzte sich Julian Payr schwer – er zog sich einen Bruch der Kniescheibe zu, musste in Folge operiert werden und bekam 2 Schrauben eingesetzt. Gedacht war ein Comeback zu Beginn der Saison 2020/21 bei den Rapperswil Jona Lakers, für die Payr unter Vertrag stand. Doch ständige Schmerzen und Probleme verhinderten und verzögerten das Comeback. Die beiden Schrauben bekam der Vorarlberger im Oktober raus, doch es war noch nicht die erwünschte Besserung in Sicht. Anfang des Jahres dachte sich Payr dann: „Ich muss jetzt dann was unternehmen, um wieder zu 100% fit zu werden und meine Eishockeykarriere fortsetzen zu können.“ Seitdem ist er in Montafon im Sanatorium Schenk in Behandlung und der zuständige Arzt ist sich sicher, dass Payr in der kommenden Saison wieder verletzungsfrei auf dem Eis stehen wird. Der Spezialist operierte Payr erneut und setzte ihm wieder 2 Schrauben ein, die für das Zusammenwachsen der Kniescheibe verantwortlich sind. Seit diesem Zeitpunkt spürt der Crack keine Schmerzen mehr: „Ich bin schmerzfrei und man merkt garnicht, dass ich erst vor Kurzem operiert wurde.“ In Rapperswil hat es dem Österreicher eigentlich ausgezeichnet gefallen und er hätte dort gerne den Vertrag verlängert. Die langwierige Verletzung machte ihm aber einen Strich durch die Rechnung und es gab dort kein neues Arbeitspapier: „Ich habe mich in Rapperswil sofort wohl gefühlt. Die Leute sind klasse und sehr nett, ich hätte mir vorstellen können, dort zu bleiben.“

Unterschiede Schweiz – Österreich
In der Schweiz wird schon früh auf junge Spieler gesetzt, was aus seiner Sicht in Österreich leider nicht immer der Fall ist: „In der Schweiz spielen viele junge Spieler auf hohem Niveau und müssen sich ständig beweisen. Erst diese Saison hat zum Beispiel Jonas Taibel mit nur 16 Jahren in der NL debütiert.“ Auf den Druck angesprochen meint Payr nur: „Eigentlich sollte man in Österreich viel weniger Druck haben – es gibt dort keine Absteiger aus den Ligen.“ Julian Payr spricht auch die Organisation der Red Bulls an: „Die Infrastruktur in Salzburg und sämtliche Geräte, die dort zur Verfügung stehen, ist ein Wahnsinn. Das ist auch in der Schweiz nur schwer zu finden, eventuell können da Zug und Davos mithalten.“

Heimkehr nach Österreich nicht ausgeschlossen
Aktuell konzentriert sich Payr auf seine volle Genesung, denn er möchte im Herbst wieder unbedingt Eishockey spielen. Seine nahe Zukunft sieht er aufgrund der Verletzung eher in der NLB oder in der ICEHL: „Aufgrund der Verletzung wird es kommende Saison eher nicht die NL werden. Ich denke, dass ich entweder in der SL (Anm. Red. – 2.Liga in der Schweiz) oder in der ICEHL spielen werde. Gespräche und Angebote gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, da ich aktuell voll auf meine Gesundheit schaue. Ich bin jedoch, was die Zukunft betrifft, völlig offen und kann mir ebenfalls vorstellen in Österreich zu spielen.“ Er weiß jedoch selbst ganz genau, dass er im September nicht gleich auf dem höchsten Level spielen wird, wie er es vor der Verletzung getan hat: „Ich werde 2-3 Monate brauchen, um mein höchstes Level abrufen zu können. Ich bin ein ehrgeiziger Spieler und denke dass ich bis November-Dezember wieder der „Alte“ sein kann. Ich selbst bin kein Typ, der jedes Jahr den Verein wechseln will. Ich war lange Zeit in Davos tätig und würde gerne nicht nur ein Jahr bei einem Team spielen, sondern mehrere Jahre.“ Ein Julian Payr kann, sofern die Verletzung völlig auskuriert ist, vermutlich jedem österreichischen Team helfen und ist natürlich eine heiße Aktie für die Zukunft. 

ring-sports.at

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Der 20-Jährige gebürtige Feldkircher Julian Payr verbrachte seine noch junge Karriere bislang ausschließlich in der Schweiz, er besitzt eine Schweizer Lizenz. Der 193cm große Verteidiger hat Österreich sowohl in sämtlichen Nachwuchsteams – darunter sogar als Kapitän in der U18 und U20 – als auch schon in der A-Nationalmannschaft vertreten.  20 Spiele im Nachwuchs stehen 6 Spiele bei den „Großen“ im rot-weiß-roten Trikot gegenüber.

NL Erfahrung
Bereits im Alter von 17 Jahren debütierte Payr in der höchsten Schweizer Spielklasse. Insgesamt kann er in jungen Jahren bereits auf 41 Spiele in der NL (früher NLA), 3 Champions Hockey League Partien und auch 3 Einsätze beim populären Spengler Cup zurückblicken.

Verletzt out seit über einem Jahr
Im Februar 2020 verletzte sich Julian Payr schwer – er zog sich einen Bruch der Kniescheibe zu, musste in Folge operiert werden und bekam 2 Schrauben eingesetzt. Gedacht war ein Comeback zu Beginn der Saison 2020/21 bei den Rapperswil Jona Lakers, für die Payr unter Vertrag stand. Doch ständige Schmerzen und Probleme verhinderten und verzögerten das Comeback. Die beiden Schrauben bekam der Vorarlberger im Oktober raus, doch es war noch nicht die erwünschte Besserung in Sicht. Anfang des Jahres dachte sich Payr dann: „Ich muss jetzt dann was unternehmen, um wieder zu 100% fit zu werden und meine Eishockeykarriere fortsetzen zu können.“ Seitdem ist er in Montafon im Sanatorium Schenk in Behandlung und der zuständige Arzt ist sich sicher, dass Payr in der kommenden Saison wieder verletzungsfrei auf dem Eis stehen wird. Der Spezialist operierte Payr erneut und setzte ihm wieder 2 Schrauben ein, die für das Zusammenwachsen der Kniescheibe verantwortlich sind. Seit diesem Zeitpunkt spürt der Crack keine Schmerzen mehr: „Ich bin schmerzfrei und man merkt garnicht, dass ich erst vor Kurzem operiert wurde.“ In Rapperswil hat es dem Österreicher eigentlich ausgezeichnet gefallen und er hätte dort gerne den Vertrag verlängert. Die langwierige Verletzung machte ihm aber einen Strich durch die Rechnung und es gab dort kein neues Arbeitspapier: „Ich habe mich in Rapperswil sofort wohl gefühlt. Die Leute sind klasse und sehr nett, ich hätte mir vorstellen können, dort zu bleiben.“

Unterschiede Schweiz – Österreich
In der Schweiz wird schon früh auf junge Spieler gesetzt, was aus seiner Sicht in Österreich leider nicht immer der Fall ist: „In der Schweiz spielen viele junge Spieler auf hohem Niveau und müssen sich ständig beweisen. Erst diese Saison hat zum Beispiel Jonas Taibel mit nur 16 Jahren in der NL debütiert.“ Auf den Druck angesprochen meint Payr nur: „Eigentlich sollte man in Österreich viel weniger Druck haben – es gibt dort keine Absteiger aus den Ligen.“ Julian Payr spricht auch die Organisation der Red Bulls an: „Die Infrastruktur in Salzburg und sämtliche Geräte, die dort zur Verfügung stehen, ist ein Wahnsinn. Das ist auch in der Schweiz nur schwer zu finden, eventuell können da Zug und Davos mithalten.“

Heimkehr nach Österreich nicht ausgeschlossen
Aktuell konzentriert sich Payr auf seine volle Genesung, denn er möchte im Herbst wieder unbedingt Eishockey spielen. Seine nahe Zukunft sieht er aufgrund der Verletzung eher in der NLB oder in der ICEHL: „Aufgrund der Verletzung wird es kommende Saison eher nicht die NL werden. Ich denke, dass ich entweder in der SL (Anm. Red. – 2.Liga in der Schweiz) oder in der ICEHL spielen werde. Gespräche und Angebote gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, da ich aktuell voll auf meine Gesundheit schaue. Ich bin jedoch, was die Zukunft betrifft, völlig offen und kann mir ebenfalls vorstellen in Österreich zu spielen.“ Er weiß jedoch selbst ganz genau, dass er im September nicht gleich auf dem höchsten Level spielen wird, wie er es vor der Verletzung getan hat: „Ich werde 2-3 Monate brauchen, um mein höchstes Level abrufen zu können. Ich bin ein ehrgeiziger Spieler und denke dass ich bis November-Dezember wieder der „Alte“ sein kann. Ich selbst bin kein Typ, der jedes Jahr den Verein wechseln will. Ich war lange Zeit in Davos tätig und würde gerne nicht nur ein Jahr bei einem Team spielen, sondern mehrere Jahre.“ Ein Julian Payr kann, sofern die Verletzung völlig auskuriert ist, vermutlich jedem österreichischen Team helfen und ist natürlich eine heiße Aktie für die Zukunft. 

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