EBEL. Eishockey Bundesliga. KAC gegen HCB Suedtirol Alperia. Matthew Fraser, Martin Schumnig, (KAC), Daniel Catenacci (Bozen). Foto: Kuess www.qspictures.net

Der HCB Südtirol Alperia und der EC KAC treffen ab kommenden Sonntag im Finale der bet-at-home ICE Hockey League aufeinander. Beide Teams kämpfen dabei um die Karl Nedwed Trophy. Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Klubs im Finale, einen wirklichen Favoriten gibt es dabei nicht.

Die bisherigen Playoffs von Bozen
Der HCB Südtirol hatte im Viertelfinal-Duell mit den Bratislava Capitals einige Probleme. Und das kam doch überraschend. So musste man sich zum Auftakt der Serie gegen die Slowaken auch geschlagen geben. Am Ende feierte man aber doch einen klaren Seriensieg, auch wenn die Duelle eng waren. Im Halbfinale kam es dann zum heißen Duell mit den spusu Vienna Capitals. Die Wiener waren über weite Strecken sogar das bessere Team, doch man scheiterte vor allem an der eigenen Chancenauswertung. Die Südtiroler agierten im Angriff sehr effizient und nützten ihre Chancen eiskalt. Es war auch ein hitziges Duell, gab es doch verletzte Spieler, einige Sperren und verbale Duelle. Schlussendlich setzt sich Bozen mit 4:2 in der Serie durch.

Die bisherigen Playoffs des KAC
Die Klagenfurter wählten zu Beginn den EC VSV. Die Adler forderten die Rotjacken vielleicht doch mehr, als von Matikainen und Co. erwartet. Der große Unterschied? Der EC KAC verfügt über eine sehr große Tiefe im Kader und Headcoach Matikainen setzt durchgehend auf vier Linien. Der VSV kämpfte zwar verbissen, am Ende setzte sich aber doch die reifere und bessere Mannschaft klar durch. Die Klagenfurter steigerten sich dann noch einmal im Halbfinal-Duell mit dem EC Red Bull Salzburg. Die Bullen kamen vor allem mit dem aggressiven Forechecking von Koch und Co. nicht zurecht und die Linien der Rotjacken harmonierten. Generell tritt der KAC als eingeschworenes Team auf, dass auf jeder Schlüsselposition stark besetzt ist. Salzburg hatte hier nur wenig entgegenzusetzen, außerdem hatten die Mozartstädter in diesem Jahr nicht unbedingt das notwendige Spielermaterial, um diesen KAC zu schlagen.

Der KAC geht mit leichten Vorteilen in die Finalserie
Der HCB Südtirol und der EC KAC lieferten sich bereits über die komplette Saison hinweg enge Begegnungen. Es ist das Duell der besten Teams der Liga, denn die Füchse schlossen die Saison auf Position 1 und der EC KAC auf Position 2 ab. Bozen konnte gegen den KAC in der aktuellen Saison zwei Siege (3:2 (A), 4:3 (H) ) einfahren, die Klagenfurter setzten sich gleich vier Mal durch (3:2 n.V. (A), 1:0 (H), 4:2 (H), 3:2 (A) ). Zwei Mal traf man bisher in einem Playoff aufeinander, einmal behielten die Südtiroler (4:2 in der Serie) und einmal der KAC (4:1 in der Serie) die Oberhand.

Man darf gespannt sein, ob sich diese Paarung zu einem ähnlichen emotionalen Duell entwickelt, wie die Halbfinalpaarung zwischen Bozen und Wien. Vor allem Mike Halmo spaltet zurzeit ein wenig die Fanszene, der Stürmer wurde heuer bereits zum dritten Mal gesperrt, kassierte dieses Mal eine 2+2-Spiele-Sperre nach seinem Foul an Ali Wukovits. Für den Stürmer der Vienna Capitals war die Saison vorbei. Caps-Headcoach Dave Cameron warf Füchse-Headcoach Ireland vor, dass er seine Spieler anweist, dementsprechende Härte anzuwenden. „Es ist schwierig, einem Team die Daumen zu drücken, das in erster Linie Spieler verletzten will“, meinte der Trainer der Wiener zuletzt in einem Statement gegenüber der „Krone“ (hier zum Nachlesen). Dem EC KAC und vor allem Headcoach Petri Matikainen ist bewusst, dass auf sie eine harte Serie wartet. Der KAC spürte diese Härte bereits in der Zwischenrunde. Und Matikainen hatte nach dem Spiel die passende Antwort parat und dieses Statement wird sicher auch für die jetzige Finalserie gelten: „Sie wollen diese Karte spielen? Damit habe ich kein Problem, wir werden nicht zurückstecken, das steht außer Zweifel. Niemals.“

Der KAC muss gegen Bozen also versuchen, vor allem cool zu bleiben und physisch dagegenzuhalten. Die Rotjacken haben auch leichte Vorteile in diesem Duell. So geht man relativ ausgeruht in das Finale, während die Füchse eine harte Halbfinal-Serie hinter sich haben. Die Kärntner können Ausfälle auch gut kompensieren, die Südtiroler hatten doch Probleme, Cracks wie Gazley oder Mike Halmo zu ersetzen. Letztgenannter fehlt in den ersten Begegnungen gegen den KAC. Schlussendlich könnte es aber eine knappe Angelegenheit werden, eine Serie über 7 Spiele würde nicht überraschen.

Wenn man sich nämlich die Statistiken näher ansieht, dann kann man von einem ausgeglichenen Duell ausgehen. Die Füchse haben mit Brett Findlay (22 Tore, 32 Assists) und Dustin Gazley (19 Tore, 31 Assists) zwei absolute Topscorer in den eigenen Reihen. In der Abwehr ist Robertson das Um und Auf und im Tor treffen die besten Goalies der Liga aufeinander. Leland Irving steht im Playoff bei einer Savepercentage von 92,9%, Dahm bei 93,2%. Der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Klagenfurter ist Nick Petersen (26 Tore, 39 Assists). Doch auch Matt Fraser und Rok Ticar sind richtig beim Rekordmeister angekommen. Bei den Special Teams hat der KAC die Nase vorne.

Die Fans erwartet auf alle Fälle eine heiße Playoff-Serie zwischen diesen beiden Mannschaften.

bet-at-home ICE Hockey League – Finals
(Stand in der „best of 7 Serie“: 0:0)

1.Spiel: 11.4.21 – 17:30 Uhr (Bozen)
2.Spiel: 13.4.21 – 19:30 Uhr (Klagenfurt)
3.Spiel: 16.4.21 – 19:30 Uhr (Bozen)
4.Spiel: 18.4.21 – 17:30 Uhr (Klagenfurt)

falls notwendig:

5.Spiel: 20.4.21 – 19:30 Uhr (Bozen)
6.Spiel: 23.4.21 – 19:30 Uhr (Klagenfurt)
7.Spiel: 25.4.21 – 17:30 Uhr (Bozen)

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