Manager Gregor Baumgartner (Black Wings Linz) Black Wings Linz, Eishockey, Bild: BWL Eisenbauer

Weiter geht es bei Ring Sports mit den großen Interviews der General Manager der bet-at-home ICE Hockey League. Nach Andreas Napokoj (VSV – hier zum Nachlesen) und Alexander Kutzer (Dornbirn Bulldogs – hier zum Nachlesen) stellte sich dieses Mal Black Wings 1992 General Manager Gregor Baumgartner den Fragen.

„Es gibt natürlich Überlegungen, wie man den Verein besser aufstellen kann. Vor allem soll er wieder zu dem werden, wie er mal war. Zum jetzigen Zeitpunkt wird einfach vieles durchbesprochen“, so Baumgartner. Ist also an dem möglichen Rücktritt von Präsident Peter Freunschlag etwas dran? „Die Frage bei einem Verein ist in jedem Jahr, was kann man verbessern, um die Ziele zu erreichen? Und klar wird auch dieses Thema thematisiert, wie viele andere Dinge.“

Eine Frage die weiterhin im Raum steht ist der Transferstopp. Ist dieser weiterhin aufrecht oder nicht? So haben zum Beispiel die Innsbrucker Haie erst vor kurzem zwei Österreicher als Neuzugänge präsentiert. „Grundsätzlich bin ich schon zurückhaltend. Ich respektiere die Manager, die schon lange in der Liga sind. Aber natürlich hört man sich um. Ich versuche Informationen einzuholen, aber ich habe auch vor dem Transferstopp bereits mit den Agenten gesprochen. Aber natürlich fragt man nach, welche Spieler sich auf dem Markt befinden. Und man bekommt ein Feedback, ob Spieler frei werden oder auch nicht. Man kann aber generell sagen, dass man gemeinsam schon abwartet, bis man Transaktionen macht.“

Der EC VSV hat erst gestern den Abgang von Raphael Wolf offiziell bestätigt (hier zum Nachlesen), Linz soll auch der neue Verein sein. Ein Dementi klingt auf alle Fälle anders:“Wir können ihn nicht als Neuzugang bestätigen, aber es sieht gut aus. Wir werden in den nächsten Wochen Schritt für Schritt den Kader veröffentlichen und hoffen, dass er am Ende mit dabei ist.“

1-Jahresvertrag für den Headcoach
Dan Ceman hat einen Vertrag für die kommende Saison, darüber hinaus wurde nichts vereinbart. „Er hat, wie er zu uns gekommen ist, einen Vertrag für den Rest der Saison bzw. für die kommende unterschrieben.“ Vorgaben gibt es an den Headcoach nicht. „Wir stellen gemeinsam den Kader zusammen, es gibt keine Vorgaben. Wir versuchen den Markt dementsprechend zu bearbeiten. Ich habe großes Interesse, Österreicher in den Kader einzubinden. Das Ziel ist es, eine gute Mannschaft zusammenzustellen. Am besten mit vielen Österreichern, aber es ist leider kein Wunschkonzert. Ich glaube, viele Manager versuchen immer gute Österreicher an Land zu ziehen, es gelingt aber nicht immer. Wir als Verein haben uns aber als Ziel gesetzt, Schritt für Schritt den Österreicher-Stamm wieder zu erhöhen.“

Die Linzer sehen sich sowohl in Übersee, als auch in Europa um mögliche Neuzugänge um. „Wir schränken uns am Markt nicht ein. Wir hatten letztes Jahr bereits ein buntgemischtes Team. Bei uns hat es keine Priorität, woher die Spieler kommen.“

Auf der Torhüter-Postion wird es ebenfalls mindestens ein neues Gesicht geben. „Wir sehen uns aktuell um. Den einen oder anderen haben wir bereits in der engeren Auswahl. Wir haben mit Jürgen Penker jemanden, der die Torhüter genau analysiert. Wir waren mit unseren Torhütern aus der letzten Saison nicht unbedingt unglücklich.“ Zu einer Rückkehr von David Kickert nach Linz wird es wohl eher nicht kommen. „Wir hoffen für ihn, dass er im Ausland unterkommen wird. Das ist sein großes Ziel. Wir schließen zwar nichts aus, spekulieren aber schon, dass David einen Vertrag im Ausland unterschreiben wird.

„Es sind letztes Jahr von meiner Seite sicher Fehler passiert, aber das ist wohl normal wenn man eine neue Aufgabe übernimmt. Das betrifft aber nicht nur einen Spieler, sondern die komplette Arbeit. Ich sehe das als Lernprozess. Es war für mich ein sehr lehrreiches Jahr mit vielen Herausforderungen und daran will ich weiter wachsen.“

Eine Frage ist weiterhin der Modus für die kommende Saison. „Bei der Generalversammlung wurden ein paar Modelle besprochen. Zum Beispiel das Modell aus der DEL. Es gab aber auch andere Varianten wie Gruppenteilungen. Ich glaube, dass das zur Debatte steht, sobald die Saison endgültig beendet ist.“

Bezüglich Budget kann man aktuell noch nicht viel sagen, die Black Wings wollen sich aber in diesem Bereich weiter verbessern und neue Partner an Land ziehen. Bei den Linzern ist man also bei den Planungen auf Hochtouren und man darf gespannt sein, wie sich hier alles entwickeln wird.

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