Zwischen den Black Wings Linz und dem EV Linz gibt es weiterhin keine Einigung, wobei Black Wings Präsident Freunschlag gestern in einer Pressekonferenz verkündete, dass ein Verein in Linz genug wäre. Die Gesprächsbasis soll auf beiden Seiten da sein, allerdings stellt der EV Linz weiter Forderungen.

„Wir sind bei den Hallengesprächen weit, erfüllen generell alle Ligaanforderungen, werden rund 4,5 Millionen Budget haben“, sagt EVL Sprecher Egger in der heutigen „Krone“. Es benötigt allerdings für die Aufnahme in die Liga eine 2/3 Mehrheit. Und aktuell ist durchaus ein Fragezeichen dahinter zu stellen, denn das die Liga zwei Linzer-Vereine antreten lässt, ist wohl eher zu bezweifeln. Auch wurde noch nie ein neues Team so kurzfristig aufgenommen, worauf auch Freunschlag zuletzt verwies. Der EV Linz signalisierte, dass man weiterhin für eine gemeinsame Lösung ist, allerdings müsste der Black Wings Präsident die Bücher offen legen.

Dieser will übrigens ein Budget von 3,8 Millionen Euro aufstellen. In der gestrigen Pressekonferenz meinte Freunschlag, dass er auch mit Liwest noch einmal sprechen will. Er kann sich durchaus vorstellen, dass der Hauptsponsor bleibt. Zwei Drittel vom Kader sind bereits wieder unter Vertrag, ausstehende Spielergehälter gibt es keine, bis auf den letzten Monat. Hier will man auch abwarten, was die Regierung an Förderung für die Ausfälle zuschiesst.  Die Black Wings werden auch demnächst die Gespräche mit der Linz AG bezüglich der Halle führen, noch gibt es nämlich keinen Vertrag.

Freunschlag zeigt sich auch weiter Gesprächsbereit. „Ich glaube wenn wir einmal an einem Tisch ein Meeting zusammen haben, dass wir hier Lösungen finden werden. Auch weil ich der Meinung bin, das ein Eishockeyverein in Linz genug ist“, so Freunschlag.

Die Frage bei beiden Budgets ist natürlich auch, inwieweit beide Klubs mit den Zusehereinnahmen kalkuliert haben. Es ist nämlich davon auszugehen, dass wenn zwei Klubs in der obersten Spielklasse antreten, beide Vereine keine vollen Hallen haben werden. Die Fans werden sich vermutlich aufsplitten. Schon allein aus diesem Grund wäre es wohl sinnvoll, wenn beide Parteien zu einem Kompromiss finden.

 

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