DETROIT, MI - JANUARY 12: Goaltender Calvin Pickard #31 of the Detroit Red Wings takes shots in net during warm-ups prior to an NHL game against the Buffalo Sabres at Little Caesars Arena on January 12, 2020 in Detroit, Michigan. (Photo by Dave Reginek/NHLI via Getty Images)

Alle Jahre wieder wird sie sehnsüchtig von den Fans aller Teams erwartet. Die Trade Deadline.


Meistens im Februar, findet sie heuer, aufgrund der verkürzten Saison im April statt, genauer gesagt am 12.04.2021. Die meisten Teams wissen mittlerweile wo sie stehen. Es sind ja nur mehr knapp 15 Spiele in der regular season zu spielen. Daher gibt es zur Trade Deadline meistens die „buyer“ und die „seller“. Die Käufer sind im Endeffekt diejenigen, die mit dem Playoff Einzug rechnen und sich auch Chancen auf einen Stanley Cup ausrechnen. Daher verpflichtet man jetzt noch Spieler um die Mannschaft bestmöglich aufzustellen. Im Gegenzug gibt es die Verkäufer, die oft ihre besseren Spieler abgeben, weil für sie der Stanley Cup in weite Ferne gerückt ist und man jetzt die Chance hat, sich für die Zukunft aufzustellen. Das mag auf den ersten Blick für einen Laien oft komisch erscheinen, ist es aber nicht. Oft werden „pending UFAs“ getradet. Spieler, die also am Saisonende sowieso neu verhandeln müssen und Free Agent sind. So z.B. auch die neuesten Zugänge bei den Toronto Maple Leafs. Von den Calgary Flames hat man Backup David Rittich geholt und von Columbus den Kapitän Nick Foligno. Beide Spieler können zu Saisonende mit jedem Team verhandeln und durchaus auch zu ihrem ehemaligen Team zurückkehren. Toronto hat hier im Gegenzug Draft Picks abgegeben, die Columbus Blue Jackets haben den 1st rounder für 2021 und einen 4th rounder für 2022 im Gegenzug erhalten. Wenn der Plan aufgeht, spricht man hier also oftmals von „win-win“ Situationen. Toronto bekommt einen Spieler, der in dieser Playoff Zeit einen Unterschied ausmachen kann und eventuell den Stanley Cup gewinnt. Columbus im Gegenzug erhält für die Zukunft wichtige Spieler und verliert Nick Foligno für die nächsten Monate, könnte diesen aber auch wieder verpflichten als Free Agent. Wer gehört also zu den „Käufern“, die sich jetzt noch Spieler für die 5.Jahreszeit sichern?

Wie oben schon erwähnt sind die Toronto Maple Leafs hier sehr aktiv gewesen. Die Führenden der North Division haben sich mit Nick Foligno einen Middle 6 Stürmer geholt, der mit seinem Spielstil für die Playoffs wie geschaffen ist. Physisch sehr präsent, fährt seine Checks zu Ende und geht dorthin, wo es weh tut. Er hat seine Torgefährlichkeit zwar etwas verloren, aber da hat Toronto mit Auston Matthews, Mitch Marner, Hyman, Nylander und Tavares ohnehin genug Waffen. Mit David Rittich kam zusätzlich noch ein Goalie zu den Leafs. Der 1er Goalie Frederik Andersen fehlt schon seit einigen Spielen. Der Backup Jack Campbell macht seine Sache bisher außerordentlich gut, hat 11 Siege in Serie gefeiert mit einer unglaublichen .934 Save Percentage. Dennoch kann ein zusätzlicher Goalie hier nicht schaden. Riley Nash kam ebenfalls als zusätzlicher Stürmer von den Columbus Blue Jackets für einen 7th round pick 2022.  Ebenfalls dazu zählen natürlich die Pittsburgh Penguins, aktuell auf Platz 3 in der East Division. Mit Jeff Carter kommt jemand zu den Penguins, der weiß, wie man den Stanley Cup holt. Der erfahrene Center, der auch am Flügel spielen kann, wechselt nach 10 Saisonen in LA in den Osten. In der aktuellen Spielzeit waren es 8 Tore und 11 Assists in 40 Spielen für die Kings. Für Pittsburgh ein zusätzlicher Spieler fürs secondary Scoring. Man hat zwar mit Guentzel, Crosby und Rust eine starke 1er Linie, dahinert wird es aber dünn. Auch, weil Evgeni Malkin schon seit einem Monat verletzungsbedingt fehlt. In der selben Division wie Pittsburgh sind die New York Islanders. Die Überraschung für viele heuer steht ganz oben im Osten. Noch mehr Schlagkraft hat man sich schon letzte Woche mit Kyle Palmieri und Travis Zajac von den New Jersey Devils gesichert. Im Gegenzug sind mit A.J. Greer, Mason Jobst, 1st round Pick 2021 und 4th round pick 2022 über den Hudson River gewechselt. Und auch die Boston Bruins, ebenfalls in der East Division, haben heute schon auf sich aufmerksam gemacht. Man holt mit Taylor Hall und Curtis Lazar 2 Spieler von den Buffalo Sabres. Im Gegenzug wechselt Anders Bjork und ein 2nd round pick. Für viele überraschend, dass Taylor Hall, immerhin schon mal MVP, keinen 1st rounder als Gegenwert bekommt. Taylor Hall kann jedoch schon länger nicht mehr an seine Glanzzeit anknüpfen. Weder in Arizona, noch in Buffalo wurde man richtig glücklich mit dem ehemaligen 1st overall pick. Aus den Umkreisen hört man immer wieder, dass er fürs Mannschaftklima nicht förderlich sein soll. Mit seiner mikrigen Ausbeute, in einem zugegeben schwachen Team von Buffalo, von 2 Toren und 17 Assists, hat er nicht gerade Werbung für sich selbst gemacht.  Apropos Buffalo Sabres, die Letzten der Liga gehören eindeutig zu den „Verkäufern“. Trotz klingender Namen wie Jeff Skinner, Taylor Hall, Rasmus Dahlin, Jack Eichel, Sam Reinhart oder Rasmus Ristolainen hat man es auch heuer nicht geschafft, auch nur ansatzweise dieses Potenzial aufs Eis zu bringen. Daher auch heuer der große „Ausverkauf“ und der Neuaufbau. Neben Taylor Hall und Curtis Lazar haben auch schon Eric Staal (nach Montreal) und Brandon Montour (zu Florida Panthers) die Teams gewechselt. Im Gegenzug hat man 2 3th round picks 2021, einen 2nd round pick 2021, einen 5th round pick 2021 und eben Anders Bjork erhalten.  Im Westen hat sich heute bisher noch wenig getan, Colorado hat sich mit Patrik Nemeth einen Verteidiger von den Red Wings geholt, der schon 2017-2019 für die Avs aufgelaufen ist. Mit Devan Dubnyk von den San Jose Sharks noch einen starken Torhüter, um Philipp Grubauer zu entlasten.

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