Die Spieler in der Deutschen Eishockey Liga fühlen sich aufgrund der Corona Klauseln vor allem zeitlich unter Druck gesetzt. Die Liga selbst will aber am Plan festhalten. Bis morgen Sonntag müssen die Gesellschafter ihre Unterlagen für die kommende Saison einreichen.

Wie Ring Sports zuletzt bereits berichtete, wollen die Spieler um Moritz Müller (Köln) und Patrick Reimer (Nürnberg) eine Spielergewerkschaft gründen. Die DEL-Klubs selbst werden Corona-Klauseln in den Verträgen installieren und die Spieler sollen auf 25% ihres Gehalts vorerst verzichten, es wird eingefroren (hier zum Nachlesen).

Auch in Deutschland ist derzeit noch nicht klar, wann die Liga starten wird und ob Zuseher erlaubt sind. Klar ist, dass die 14 Gesellschafter bis Sonntag 23:59 Uhr ihre Unterlagen einreichen müssen. Und eine Bedingung für die Lizenzierung ist, dass die Spieler schriftlich diese Corona-Klauseln akzeptieren.

Nürnbergs Kapitän Reimer bemängelte gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“, dass die Maßnahmen zu kurzfristig sind. So fühlen sich die Spieler unter Druck gesetzt.

Lothar Sigl (geschäftsführender Gesellschafter der Augsburger Panther und Mitglied im DEL-Aufsichtsrat) gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“:“Das ist die größte Krise, die das deutsche Eishockey bisher überhaupt erlebt.“Laut ihm geht es nicht um die Spielergehälter, sondern generell um die Existenz der kompletten Branche.  Und die Liga selbst wird weiterhin am Plan festhalten, die Lizenzunterlagen sind bis 24.Mai abzugeben. 

„Wir wollen unseren Klubs und dem deutschen Eishockey gerne helfen. Aber das Ganze sollte aus Sicht der Spieler ohne Zwang und Zeitdruck passieren“, so Moritz Müller (Kölner Haie) gegenüber der Zeitung. Die Spieler sind aber bereit, in Kurzarbeit zu gehen.

ring-sports.at