Ring Sports führte mit VSV General Manager Andreas Napokoj ein ausführliches Interview. Der Geschäftsführer der Adler spricht dabei über die abgelaufene Saison, aktuelle Transfer-Gerüchte und auch über das Saisonziel 2021/2022.

Der Villacher SV kam über die Qualifikationsrunde noch in die Playoffs, am Ende war aber gegen den EC KAC im Viertelfinale Schluss. „Es war ein sehr guter Endspurt. Diverse Dinge konnte man damit aber nicht kaschieren, so hatten wir wieder ein Torhüterproblem, mit einem verletzten Goalie zu Beginn und anschließend mit Gudlevskis, der leider hinter den Erwartungen geblieben ist. Auch Sedlacek war am Ende hin noch einmal verletzt. Gottseidank hat Ali Schmidt sehr stark gespielt. Für die Zukunft müssen wir einfach noch stabiler werden und diverse Dinge besser machen“, so Napokoj.

Auf der Torhüter-Position hat man mit Andreas Bernard und Ali Schmidt (hier zum Nachlesen) das Torhüter-Gespann bereits frühzeitig fixiert. Das sorgte allerdings nicht nur für Lob, sondern auch für Kritik. „Wir waren mit Bernard schon länger in Kontakt. Außerdem waren alle Rücksprachen, Scouting-Berichte positiv und so gab es eine einstimmige Entscheidung für die Verpflichtung von Bernard. Aus der Sicht eines General Managers, aber auch aus der Sicht eines Trainers ist es wichtig, mit zwei guten Goalies in eine Saison zu starten.“

Man wollte außerdem einen Torhüter verpflichten, der nicht 98% der Spiele absolviert, um so auch Ali Schmidt die nötige Einsatzzeit zu geben. „Es ist nicht leicht als junger Torhüter sich zu entwickeln, wenn man nur drei oder vier Spiele in der Saison bekommt.Das ist eine Trainerentscheidung. Am Ende des Tages soll der Bessere spielen.“ Bernard wurde im Endeffekt als Nummer 1 geholt. „Wir haben Bernard als Nummer 1 geholt und das haben wir Ali auch offen kommuniziert.“

Neue Österreicher sollen kommen
Der Villacher SV möchte auch neue österreichische Spieler zurück an die Drau holen. Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte um Spieler wie Lebler oder Setzinger. „Wir wissen, dass wir uns auf dem Österreicher-Sektor verstärken müssen. Das ist auch der Weg. Es ist am Ende aber auch eine finanzielle Frage. Oliver Setzinger war bei uns zum Beispiel aktuell noch kein Thema. Wir beobachten aber intensiv den Österreicher-Markt.“

Vom letztjährigen Kader ist man mit Collins und mit Kosmachuk in Verhandlungen. Karlsson ist Thema, aber noch nicht fixiert. „Mit Kosmachuk und Collins sind wir natürlich an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert. Hier kommt es darauf an, was die Jungs machen wollen. Wir sind mit Collins schon in engeren Gesprächen und werden alles daran setzen, um ihn zu halten. Die Frage ist einfach, ob die Beiden aus einer höheren Liga ein Angebot bekommen oder nicht. Auch andere Spieler vom letzten Jahr sind noch Thema, allerdings hatte Corona letztes Jahr auch zur Folge dass man Spieler bekommen hat, die normalerweise nicht in Reichweite sind. Somit könnte der eine oder andere Spieler zurück in die AHL oder die DEL bzw. Schweden wechseln. Wir werden aber auf alle Fälle kämpfen, um den einen oder anderen Spieler zu halten. Mit Karlsson sind wir im ständigen Austausch. Sein Vertrag in Schweden läuft aus und natürlich hätten wir ihn gerne und das wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Wir sind mit ihm im Gespräch und werden sehen, ob wir uns finanziell einigen können.“

Bezüglich Sponsoren hofft man auf eine weitere Steigerung. „Die erste Frage ist, ob wir die bei uns kalkulierten Förderungen bezüglich Corona bekommen. Und von der Sponsorenseite haben wir uns bis jetzt in jedem Sommer gesteigert und das wird auch heuer so sein. Wir werden besser werden, davon bin ich überzeugt.“

Der EC VSV hofft , wie auch die anderen Vereine, dass in der kommenden Saison Fans in den Hallen wieder erlaubt sind. Auch einen Eintrittstest kann man sich durchaus vorstellen. „Ja, Eintrittstest könnten wir uns auf alle Fälle vorstellen.“ In der kommenden Saison werden 14 Mannschaften an der bet-at-home ICE Hockey League teilnehmen. „Unser Ziel wird es sein, die Playoffs zu spielen. Es wird sehr viel mit dem Modus zusammenhängen. Aber wenn wir von 14 Teams ausgehen, ist der Mindestanspruch dass wir in den Top 10 sind.“

Schlussendlich muss man noch festhalten, dass der EC VSV in der abgelaufenen Saison gleich 9 gebürtige Villacher im Kader hatte. Somit geht der Weg der Adler in die richtige Richtung und wie bereits oben erwähnt, wollen die Kärntner diesen „Villacher Weg“ auch in Zukunft forcieren und wenn möglich, Villacher zurück holen.

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