Photo: Red Bull/GEPA pictures/ Thomas Bachun

Sieht man sich den Kader des KAC an wird sofort auffallen, dass man beinahe alle Cracks im Line-Up aus der vergangenen Spielzeit kennt. 22 Österreicher stehen im Aufgebot des Rekordmeisters, gerade einmal sechs Legionäre, mit Blaz Gregorc wurde zuletzt noch ein Spieler fix unter Vertrag genommen, nachdem er zunächst ein Try-Out absolviert hatte. In der Vorbereitung konnte man zuletzt das Red Bulls Salute 2020 gewinnen, gegen Red Bull München gewann man das Finale mit 2:1.

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Neuzugänge: Mit Sebastian Dahm, Daylon Groulx, David Maier, Blaz Gregorc und Samuel Witting hat man gerade einmal fünf neue Spieler im Kader. Sebastian Dahm ist kein Unbekannter in der österreichischen Liga, in den Spielzeiten 15/16 und 16/17 hütete er den Kasten der Graz 99ers, ehe er in die DEL wechselte, wo er die letzten drei Jahre spielte. Nun soll er den verletzten David Madlener ersetzen, ist dieser fit, hat der KAC ein starkes Torhütergespann. Daylon Groulx ist der Sohn von Wayne Groulx, der zwischen 1988 und 1994 in Österreich spielte und dabei in 236 Spielen 390 Punkte scorte. Kann sein Sohn hier anschließen? Blaz Gregorc erhielt zunächst einen Try-Out Vertrag, konnte in den Testspielen aber die Verantwortlichen überzeugen und wurde nun fix verpflichtet. Gregorc spielte zuletzt sieben Jahre in Tschechien, davor in Dänemark und Schweden. David Maier und Samuel Witting sind zwei junge Österreicher, die beim KAc den nächsten Schritt machen sollen, David Maier wurde gleich mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet.

Stärken: Eine stärke der Klagenfurter ist sicher das Teamgefüge, an dem sich im Vergleich zur letzten Spielzeit wenig verändert hat. David Fischer, Clemens Unterweger und Martin Schumnig sollen die Abwehr stabilisieren, Nick Petersen, Manuel Ganahl oder Rok Ticar vorne für die nötigen Treffer sorgen. Der Rekordmeister hat dazu einen guten Stamm an Österreichern, neben den obengenannten kommen Strong, Bischofberger, Stefan und Manuel Geier, Hundertpfund, Haudum oder Koch, alles Spieler, die die Liga sehr gut kennen. Dazu weiß man, dass mit Petri Matikainen ein Mann hinter der Bande steht, der weiß, wie man mit dem KAC den Titel holen kann.

Schwächen: Sucht man nach einer Schwäche beim Rekordmeister könnte diese ein wenig in der Offensive liegen, letzte Saison fehlte ein Scorer, Petersen war lange verletzt und spielte nur 23 Spiele, Ticar kam erst spät zur Mannschaft. In der Offensive kamen lediglich Groulx und Witting, reicht das aus um genug Scoring-Punch zu haben? Mit Kozek hat man den Top-Torschützen der vergangenen Saison abgegeben, auch Neal erzielte zehn Tore.

Verbesserungspotential: Nimmt man den Angriff her, könnte man dort noch einmal nachrüsten, von den Punkten ist dies kein Problem. Ansonsten scheint der Rekordmeister gut aufgestellt, es wird auch auf die Performance von Dahm ankommen, im Meisterjahr 2019 war Lars Haugen der große Champion beim KAC.

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