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Nach nur 14 Siegen aus 50 Spielen der Vorsaison und dem Wechsel von Coach Jussi Tupamäki zu Bozens Meistercoach Kai Suikannen stehen die Bulldogs mit einer neu formierten Mannschaft vor einer schweren Aufgabe. Die späte Zusammenstellung des Kaders macht dies nicht einfacher, was auch die Testspiele gegen Innsbruck (2:6) und Thurgau (CH, 3:6) gezeigt haben. Einzig gegen das Team des Kooperationspartners aus dem Bregenzerwald konnte man sich mit 6:0 schadlos halten. Olivier Magnan und Stefan Häussle gehen in Ihre 9. Saison bei den Bulldogs und Spieler wie Kevin Macierzynski, William Rapuzzi, Emilio Romig sowie Sam Antonitsch sind dem Club ebenfalls erhalten geblieben.

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Neuzugänge: 11 neue Spieler muss Kai Suikkanen integrieren und der wohl Bekannteste davon ist Heimkehrer Daniel Woger. Der Vorarlberger, letzte Saison noch in Diensten der Black Wings, trug zuletzt das Trikot der Bulldogs in der Saison 2006/2007 zu Zeiten der Nationalliga. Mit den Spielern Yanni Kaldis, Devin Brosseau und Cooper Marody konnten die Bulldogs 3 Spieler der Edmonton Oilers ausleihen, wobei Kaldis und Brosseau noch keine Erfahrungen als Profis sammeln konnten. Gut möglich dass diese beiden Spieler nicht die komplette Saison in der ICEHL verbringen, denn die Oilers könnten die Spieler zu Saisonbeginn in Nordamerika zurück holen. Marody bringt die Erfahrung von 95 AHL Spielen mit, in denen er beachtliche 84 Punkte erzielen konnte. Henrik Nilsson, Nikita Jevpalovs und Anton Straka stehen 2020/2021 zum ersten Mal auf österreichischem Eis, während Jesper Kokkila (Red Bull Hockey Juniors), Matt MacKenzie (HC Bozen) sowie die Torhüter Oskar Östlund (EC Bregenzerwald) und Thomas Höneckl (Graz 99ers) hier keine unbekannten Namen sind.

Stärken: Die größte Stärke der Bulldogs steht aktuell abseits des Eises – das Trainerteam. Headcoach Suikkanen (61 Jahre) steht mit Rick Nasheim (57 Jahre) ein sehr erfahrener Assistant-Coach zur Seite, welcher sich während dem Spiel um die Verteidigung der Bulldogs kümmern wird und mit Östlund haben die Bulldogs einen Torhüter im Kasten stehen, welcher, wenn er seine guten Leistungen der vergangenen Jahre bestätigen kann, einen Rasmus Rinne vergessen lassen wird. Wie stark sich die Bulldogs im Angriff präsentieren werden wird sich wohl erst nach Saisonbeginn einschätzen lassen.

Schwächen: Den Bulldogs fehlt es an Erfahrung auf dem Eis. Mit 25,6 Jahren sind die Dornbirner das drittjüngste Team der diesjährigen ICEHL und diese Unerfahrenheit könnte den Vorarlbergern zum Verhängnis werden – vor allem wenn sich die erfahrenen Spieler wie Magnan, Rapuzzi oder Woger verletzen. Eine weitere Schwäche könnten die Leihverträge der Spieler Kaldis, Brosseau und Marody sein. Sollten die Edmonton Oilers alle 3 Spieler frühzeitig abziehen entsteht eine Lücke im Kader, welche dann erst mal wieder gefüllt werden muss.

Verbesserungspotenzial: Man darf gespannt sein wo sich die Bulldogs in der Tabelle einpendeln werden, denn Headcoach Kai Suikkanen bleibt nicht mehr viel Zeit um den sehr spät zusammengestellten Kader zu einem Team zu formen. Zudem muss Daniel Woger zu alter Stärke zurückfinden und seinen „Scoringtouch“, welchen er in Linz verloren hat (8 Punkte aus 65 Spielen), wieder unter Beweis stellen (zum Vergleich 2016/2017 + 2017/2018 in 111 Spielen für Graz 59 Punkte), wenn er den Bulldogs weiterhelfen möchte.

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