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Alles neu in Linz. Bei den Black Wings 1992 hat sich im Sommer so einiges getan. Es gibt mit Gregor Baumgartner einen neuen Manager – er beerbt Christian Perthaler. Sportlich gesehen lief es für das Team von Ex-Coach Tom Rowe in der letzten Saison eher durchwachsen – es gab viele Höhen und Tiefen. Letztendlich wurde man beim Playoff-Pick von keinem der Top3 Teams freiwillig gepickt und so kam es zum Duell mit dem Rekordmeister aus Klagenfurt, dem EC KAC. Zu diesem Zeitpunkt zogen bei den Black Wings alle an einem Strang und man hatte fast die Sensation geschafft. Fast nur deshalb, weil die Saison aufgrund der Corona-Pandemie ein abruptes Ende fand. Lebler und Co. hatten den KAC am Rande des Rauswurfes aus den Playoffs, man lag in der Serie mit 3:0 voran und es fehlte nur noch ein Sieg. Von diesem Team blieb über den Sommer allerdings nur eine kleine Gruppe bei den Black Wings und Gregor Baumgartner hatte alle Hände voll zu tun – mehr dazu gibt es später. Die Pre-Season verlief für die Black Wings 1992 durchaus positiv – 2 Siege stehen ebensoviele Niederlagen gegenüber. Gegen das tschechische Team aus Budweis gab es je einen Sieg und eine Niederlage. Gegen die Haie aus Innsbruck setzte es eine knappe Niederlage, dafür konnten die Graz99ers nach Verlängerung niedergerungen werden.

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Neuzugänge: Es hat sich sehr viel getan. So gehen die Black Wings mit einem ausgeglichenen Tormann-Duo in die neue Saison. Zu Teamgoalie David Kickert gesellt sich der bereits bestens in der Liga bekannte Slowene Luka Gracnar. 5 neue Legionäre gibt es in der Defensive, 2 davon sind Heimkehrer. So kehren nach 2 Jahren Marc-Andre Dorion und Sebastien Piche wieder in die oberösterreichische Hauptstadt zurück. Die Qualitäten der beiden sind natürlich bekannt und man weiß was man hier bekommt. Ebenfalls neu ist der Finne Niklas Tikkinen – er kennt Österreich aber bereits aus der Saison 2017/18, da lief er in der AlpsHL für die VEU Feldkirch auf. Nach 2 Saisonen in Herlev in Dänemark wechselte er nun zu den Black Wings. Erstmals nach Europa wechseln die beiden Kanadier Andrew Nielsen und Charles-David Beaudoin. Beide sind für ihre harte Arbeit in der Defensive bekannt und speziell mit Nielsen ist nicht gut Kirschen essen. Bereits in der Vorbereitung gab es da schon recht viel „Trash Talk“ von dem 193cm Riesen. Im Angriff hatte Baumgartner die schwierige Aufgabe, Rick Schofield zu ersetzen. Der Top-Center wechselte bekanntlich nach Salzburg. Mit dem erfahrenen finnischen Center Juha-Pekka Hytönen konnte trotz seines relativ hohen Alters (39 Jahre) ein Top-Mann in die Stahlstadt geholt werden. Er kommt aus seinem Heimatland Finnland von JYP, wo er 3 Jahre lang der Kapitän war. Mit JYP gewann Hytönen auch die Champions Hockey League in der Saison 2017/18. Weiters hat der Mann in der KHL, der NLA und im finnischen Nationalteam gespielt – er zählte überall zu den Stützen.Ob er jedoch Rick Schofield in der Linie mit Dragan Umicevic und Brian Lebler ersetzen kann, bleibt abzuwarten. Auch im Angriff gibt es mit dem ehemaligen Publikumsliebling Andrew Kozek einen Heimkehrer. Kozek ist bekannt als Torjäger und harter Arbeiter. Neu in Europa ist Will Pelletier – der rechtsschießende Center soll Kozek mit Assists füttern. Weiters kommt mit Niklas Bretschneider ein Talent nach Oberösterreich und soll der Mannschaft von Pierre Beaulieu Tiefe verleihen.

Stärken: Die Stärken der Black Wings sind mit Sicherheit ein ausgeglichenes Torhüter-Duo sowie eine mit Legionären bestückte Abwehr davor. Zu den 5 oben erwähnten Neuzugänge in der Defensive gesellen sich dann noch Matzka, Kragl, Müller und Kail. Ebenfalls gibt es 2 Powerlinien im Angriff. Lebler-Hytönen-Umicevic und Kristler-Pelletier-Kozek gehören sicher zu den Top-Linien der Liga. Sebastien Piche im Powerplay ist nach wie vor eine extreme Waffe. Seine offensiven Qualitäten können nicht viele Verteidiger aufbringen.

Schwächen: Über die Schwächen kann man aus jetziger Sicht noch nicht urteilen. Wichtig wird sein, dass Linie 3 und 4 nicht zu sehr abfallen. Gaffal und Lahoda könnten wieder einen wichtigen Schritt nach vorne machen. Allerdings ist die Luft in der vierten Angriffslinie dann schon recht dünn – somit könnte es an der Tiefe im Sturm fehlen. Piche kennt man als Freigeist in der Verteidigung, der neben seinen erwähnten offensiven Qualitäten defensiv nicht immer sattelfest ist und auch für größere Schnitzer bekannt ist.

Verbesserungspotenzial: Wie erwähnt, könnte ein wenig mehr Tiefe im Angriff nicht schaden. Das Scoringpotenzial lastet derzeit auf wenigen Schultern. Wie sich die Neuzugänge Hytönen und Pelletier letztendlich schlagen, bleibt abzuwarten.

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