Jean-Philippe Lamoureux (EC RBS). Photo: Red Bull/GEPA pictures/ Thomas Bachun

MVP des Grunddurchgangs, beste Fangquote in seiner Profi-Karriere und etliche Saisonrekorde mit den Red Bulls wie z.B. die beste Auswärtssaison und längste Tabellenführung der Clubgeschichte. In der letzten Saison lief es wirklich gut für Torhüter Jean-Philippe Lamoureux – bis das Corona-bedingte frühe Saison-Aus kam. Das ist aber mittlerweile einige Monate her und der 35-jährige Amerikaner schaut zuversichtlich in die Zukunft. JPL hat sich zuhause in Grand Forks, North Dakota, fit gehalten und freut sich bereits wieder auf Salzburg und seine Teamkollegen.


JP, zuallererst, wie geht es dir und deiner Familie?  
Meiner Familie und mir geht es gut. In den ersten zwei Monaten nach unserer Heimreise haben wir mit unserem sechsjährigen Sohn Henri ‚homeschooling‘ gemacht und sind so oft wie möglich rausgegangen.  

Wie habt ihr mit zwei kleinen Kindern das Leben in der Corona-Zeit organisiert?  
Nord Dakota war diesbezüglich relativ sicher, verglichen mit dem Rest der Vereinigten Staaten. Henri hat begonnen, neben Hockey auch Baseball zu spielen und trifft sich wöchentlich mit anderen Kindern zum Spielen.

Wo verbringt ihr eure gemeinsame Freizeit? 
Unsere Freizeit bestand daraus, sich mit anderen Familienmitgliedern und Verwandten zu treffen und gelegentlich haben wir Tagesfahrten zum Cabins See unternommen. 

Welche Situation war für euch in der Corona-Zeit am seltsamsten oder einfach nur befremdlich? 
Am schwierigsten in der Corona-Zeit war es für uns, unseren Kindern zu erklären, warum sie sich nicht mit ihren Freunden treffen und die Sachen nicht machen durften, die sie im Sommer sonst immer machen.

Wie gut bist du in Form nach vielen Monaten des Heimtrainings? 
Die meiste Zeit habe ich tatsächlich zuhause trainiert. Aber in den letzten Wochen durfte ich auch an meinem alten College trainieren. Seit Juni konnte ich wieder aufs Eis gehen und habe mit dem Goalie Coach des College-Teams gearbeitet. So gesehen war ich so oft auf dem Eis wie in jedem anderen Jahr zuvor auch. 

Seit einigen Wochen trainieren die Red Bulls wieder in der Red Bull Eishockey Akademie und können sich gegenseitig austauschen. Wie war das bei dir zuhause? 
Glücklicherweise war hier in Nord Dakota seit Ende Mai wieder alles offen, es hat sich seit dem wieder relativ normal angefühlt. Aber jetzt bin ich echt schon wieder auf Salzburg gespannt, meine  Teamkollegen zu sehen und mit ihnen aufs Eis zu gehen. 

Vor Kurzem wurden der neue Name und das neue Logo der heimischen Eishockeyliga veröffentlicht. Wie hast du das Ganze aufgenommen? 
Ich habe die Entwicklungen bis hin zur Veröffentlichung der bet-at-home ICE Hockey League sehr genau verfolgt. Es ist wichtig, dass wir einen starken Sponsor und einen neuen TV-Deal mit der Liga haben. Ich freue mich, bei diesem Prozess dabei zu sein und hoffe, dass die Liga weiterwächst und besser als davor wird. Zugleich war es traurig zu sehen, dass Znojmo aus der Liga ausscheidet, die Tschechen waren in den letzten neun Jahren ein wichtiges Team in der Liga. Aber dafür haben wir nun Bratislava dabei, das heißt ein neues Land und neuer Eishockeystil. Bratislava ist eine wunderschöne Stadt und ich freue mich schon darauf, dort zum ersten Mal zu spielen. 

Wann werden wir dich wieder in Salzburg sehen? 
Ich werde mit meiner Familie Ende Juli nach Salzburg kommen. Wir freuen uns schon sehr auf die Rückkehr, die ganzen Leute rund um die Mannschaft wieder zu treffen und dort das Leben in Europa zu genießen. 

Text: EC Red Bull Salzburg