Matt Caito war in der Saison 2018/2019 der beste Verteidiger in der Erste Bank Eishockey Liga und heuer wurde er in Finnland zum besten Defender ausgezeichnet. Ring Sports hat sich mit dem Ex-Spieler der Moser Medical Graz99ers unterhalten und der Kanadier spricht dabei über seine Zeit in Graz und Finnland, sowie auch seine Zukunft.

Caito wechselte von den Graz99ers nach Finnland zu Kookoo. „Finnland war fantastisch. Ich hatte in diesem Jahr eine Menge Spaß. Wir hatten außerdem eine sehr gute Mannschaft und ich konnte mit vielen tollen Teamkollegen spielen. Die Liga war für mich ideal, auch um mich persönlich als Spieler weiterzuentwickeln.“

Der Verteidiger bestätigte nun gegenüber „Ring Sports“, dass er Finnland und somit KooKoo verlassen wird. „Ich werde KooKoo verlassen und nicht mehr nach Finnland zurückkehren“, so Caito. Wohin es genau gehen wird, wollte er noch nicht verraten. Laut „Ring Sport Informationen“ wird Caito in der kommenden Saison in Schweden (SHL) auflaufen. „Es ist mein Ziel, in der höchsten Liga zu spielen, in der ich spielen kann. Meine Zeit in Graz und anschließend in Kouvola hat mir geholfen, als Verteidiger zu reifen.“

Harte Zeiten
Caito war mit seinem Team in Finnland richtig gut unterwegs, der Abbruch aufgrund der Corona-Pandemie war dadurch doppelt bitter. „Die Corona-Phase war aufgrund der Erfolge meiner Mannschaft und all der Mannschaftsrekorde, die wir gebrochen haben, hart. Unsere Playoffs wurden abgesagt, und es war schwer aufzuhören, weil unser Team das Potenzial hatte, um die Meisterschaft zu kämpfen. Gesundheit und Sicherheit sollten immer an erster Stelle stehen, daher konnte ich den Abbruch nachvollziehen . Ich konnte eine Woche nach der Absage unserer Saison nach Hause nach Kalifornien zurückkehren, und ich habe diesen Sommer nun mit meiner Familie verbracht.“

Graz war eine schöne Zeit
Begonnen hat sein „Europa-Abenteuer“ aber in der Steiermark, genauer gesagt bei den Moser Medical Graz99ers. Hier hatte Caito zunächst Anlaufschwierigkeiten, doch Headcoach Doug Mason brachte den Defender nach mehreren Gesprächen auf die richtige Spur. Am Ende hatte Caito 21 Tore und 29 Assists auf dem Konto. „Graz war wundervoll und ein großartiger Ort für mich, um meine Karriere in Europa zu starten. Ich habe die Zeit in Graz und mit meinen Mannschaftskollegen bzw. den Coaches wirklich genossen und ich vermisse all die guten Zeiten, die ich in Graz hatte.“

Es entwickelte sich in Graz ein richtiges Mannschaftsgefüge und auch heute ist Caito mit vielen Spielern noch in Kontakt. „Ich spreche immer noch ab und zu mit einigen der Jungs. Es ist immer gut, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, weil es mich daran erinnert, wie viel Teamchemie wir hatten und wie eng die Gruppe in jenem Jahr war.“

Beste Ergebnis in der Geschichte
Die 99ers wurden nicht nur Grunddurchgangssieger. Die Grazer qualifizierten sich auch für die Champions Hockey League und überstanden erstmals eine Playoffserie. „Ja, wir hatten die Mannschaft, um alles zu gewinnen, aber meiner Meinung nach haben wir im Halbfinale einfach nicht das richtige Puckglück gehabt. Ich habe zwei Erinnerungen aus diesem Jahr. Die erste Erinnerung ist das Siegestor in der Verlängerung, das Ty Loney in Spiel 6 der Viertelfinalserie gegen Linz erzielte. Meine zweite Erinnerung ist der Sieg im letzten Spiel der regulären Saison in der Verlängerung, mit dem wir den 1. Platz der regulären Saison schafften und Graz sich für die Champions Hockey League qualifizierte.“

In den kommenden Wochen will Matt Caito noch viel Zeit mit seiner Familie verbringen und so viel Sonne wie nur möglich aufsaugen. Parallel ist er auch bereits wieder voll im Trainingsmodus und schon bald wird er sich auf den Weg machen zu seinem neuen Team.

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