Eines vorweg: Eine definitive Entscheidung ist noch nicht gefallen, es gibt aber zumindest eine Tendenz in der Causa „Transferstopp“. Eine Verlängerung wäre aus Sicht der Vereine nachvollziehbar.

Es gibt mehrere Gründe, warum eine Verlängerung vom Transferstopp im Raum steht.

Das Budget

Der erste Grund ist der finanzielle Rahmen für die kommende Saison. Die Teams haben erst ziemlich spät damit begonnen, mit diversen Sponsoren und Partnern zu verhandeln. Diverse Firmen hat die Krise hart getroffen und man wusste nicht, inwieweit sich die Partner von der Pandemie wieder erholen werden. Die Konsequenz daraus? Man hat die Gesprächstermine nach hinten verlegt und somit auch die Budgetplanung. Das war auch der Grund, warum der Transferstopp bis Ende Juni verlängert wurde. Einige Teams nutzten den aktuellen Monat, um die Gespräche nachzuholen. Doch auch zum aktuellen Zeitpunkt sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen und das Budget noch nicht finalisiert. Erst wenn das fixe Budget steht, kann man mit neuen Spielern verhandeln oder Verträge, die noch nicht verlängert wurden, bearbeiten.

Bestehende Verträge / „Coronaklausel“

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft Spieler mit einem bestehenden Vertrag. Hier soll es, ähnlich wie in der DEL, zumindest Gespräche geben. Bernd Freimüller hat zuletzt erst bestätigt, dass Liga-Boss Feichtinger demnächst mit den Spieleragenten dieses Thema besprechen wird.

Saisonstart

In diesem Punkt sind sich die Vereine bereits ziemlich einig. Ende September oder Anfang Oktober soll die neue Saison laut HCB-Boss Knoll beginnen. Ziemlich einig heisst aber, dass trotzdem noch ein Fragezeichen dahinter steht. Und das sprach zuletzt auch KAC-General Manager Pilloni an. Solange Fragezeichen noch im Raum stehen, sieht er keinen Sinn darin, den Transferstopp aufzuheben. Das ist aber nicht nur die Meinung vom KAC-Manager, sondern auch HCB-Boss Knoll oder VSV-Finanzchef Schwab gaben zuletzt ein ähnliches Statement ab.

Zuseher

In diesem Bereich ist man weiterhin auf die Bundesregierung angewiesen. Kann man mit Zusehern spielen, wenn ja mit wie vielen? Man kann derzeit davon ausgehen, dass in den Hallen der bet-at-home Eishockeyliga eine Auslastung von 50-70% möglich sein wird. Die Regierung soll kommenden Dienstag in diesem Punkt Neuigkeiten verkünden.

Wenn man diese Punkte alle zusammen zählt, dann wäre eine Verlängerung des Transferstopps absolut nachvollziehbar. Es gibt noch immer einige Fragezeichen und solange diese Fragen nicht beantwortet sind, machen Neuverpflichtungen oder Verlängerungen kaum Sinn. Und zur Beruhigung: Dieser Transferstopp betrifft nicht nur die bet-at-home Eishockeyliga, sondern auch andere Ligen in Europa. Der Transfermarkt steht weiterhin still, somit muss man sich auch keine Sorgen machen, dass den Vereinen die Spieler weglaufen. Und das wissen die Klub selbst natürlich sehr gut. Und die Teams schaffen es auch in einem Monat, ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen.

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