Erst heute wurde der Stein ins Rollen gebracht. Eine mögliche Maskenpflicht für die Fans steht im Raum und diese kann man aus Sicht der Vereine auch als Vorteil betrachten. Ein Kommentar.

Die Vereine haben sich zuletzt für eine Verlängerung des Transferstopps entschieden, bis auf weiteres… Das heisst: Jeden Tag könnte man das Ende vom Transferstopp verkünden. Eine Verlängerung war aber absolut notwendig, da vor allem hinter der Auslastung der Hallen ein großes Fragezeichen steht. Grundsätzlich ist es in Österreich ab September erlaubt, die Hallen mit bis zu 5000 Besuchern auszustatten, allerdings nur unter gewissen Umständen. Die meisten Klubs gehen davon aus, dass bis zu 60% an Hallenauslastung erreicht werden kann. Allerdings muss man auch die notwendigen Abstände einhalten. Abstand bedeutet, dass links und rechts der jeweilige Sitzplatz freibleiben muss. Und auch in der Reihe davor und dahinter müssen die jeweiligen Personen versetzt platziert werden. Ein enormer Aufwand für die jeweiligen Vereine. Nun muss man bei jedem Klub auch die diversen Szenarien gut durchdenken.

Das beginnt beim Einlass und endet beim Sitzplatz. Auch der Aboverkauf muss dementsprechend geplant und sogar personalisiert werden. Die Behörden wollen bei einem möglichen COVID-19 Fall nämlich genau wissen, wo die jeweilige Person im Stadion ihren Sitzplatz hatte. Stehplätze werden in der kommenden Saison nicht zugelassen, davon muss man derzeit ausgehen. Auswärtssektoren werden eher nicht befüllt, man will vor allem den eigenen Fans Platz bieten.

Kommt die Maskenpflicht?
Eine mögliche Variante wäre eine Maskenpflicht für die Besucher. Allerdings nicht nur beim Einlass, sondern auch am Sitzplatz selbst. Wie man bereits der Umfrage auf www.ring-sports.at (hier zum Nachsehen) entnehmen kann, haben die meisten Fans damit kein Problem. Hauptsache man kann sein Team sehen und unterstützen. Der Vorteil der Maskenpflicht: Man kann JEDEN Sitzplatz (Stehplätze stehen NICHT zur Verfügung!) besetzen und somit für eine gute Auslastung sorgen. Mit Abständen wären in Innsbruck zum Beispiel nur 400 Besucher zulässig, dass ist nicht machbar. Mit Masken würde die Situation hier schon wieder anders aussehen. Auch in den anderen Hallen finden demnächst die behördlichen Begehungen statt. Mit der Bundesregierung ist man in einem guten Austausch, man hofft aber, dass es auch hier bald eindeutige Zeichen gibt.

Der Saisonstart wird weiterhin der 25.September sein, viele Teams haben bereits im Hintergrund mit der Saisonplanung begonnen. Das betrifft Vorbereitungsspiele, Wohnungen und Flüge für die Spieler, Jerseys für die kommende Saison. Sogar die Untereiswerbung etc. ist bereits in Planung. Die meisten Teams haben Mitte August den offiziellen Trainingsstart, die Testspiele finden Ende August bzw. Anfang September statt. Grundsätzlich kann man also sagen, dass die Teams ihre Hausaufgaben erledigen, der Hauptfaktor bei den GM´s liegt derzeit bei der Auslastung der Hallen. In weiterer Folge werden auch mögliche Livestreams besprochen. Gut möglich, dass auch bald der Transferstopp fallen wird, doch die Verantwortlichen wollen zuvor das Hallenproblem aus der Welt schaffen. Und das gehört dementsprechend gut vorbereitet und dann auch umgesetzt. Es geht nämlich auch um das Überleben der Vereine und da können diverse Transfers auf alle Fälle noch warten. Vor allem da der Markt heuer ziemlich viel her gibt und die Vereine dadurch auch über genug Möglichkeiten verfügen.

Zum Schluss noch einmal zur Maskenpflicht für die Fans: Sollte man diese einführen, wäre ein großes Problem zumindest zum jetzigen Zeitpunkt gelöst. Anschließend kann man die Hallensituation evaluieren (Abstandshalter, Hygienemaßnahmen etc.) und anpassen. Hier hofft man sicher auch auf das Verständnis und die Unterstützung der Fans.

ring-sports.at