Bild: 99ers/Krainbucher

Die Regierung hat gestern weitere Verschärfungen bekannt gegeben. Das betrifft nun auch die ICE Hockey League, denn ab kommenden Freitag 00:00 Uhr dürfen nur mehr 1000 statt 1500 BesucherInnen in die Eishallen.

Die Verschärfungen haben die Vereine natürlich trotzdem getroffen, auch weil man mit einer gewissen Zuseherzahl budgetieren musste. Noch dazu, da jetzt die Einnahmen der Gastronomie völlig wegfallen werden. Außerdem müssen die BesucherInnen nun auch fix Masken tragen. In Graz ist das bereits seit Saisonbeginn eine Vorgabe, vor allem da man in der Steiermark mit diesem Schritt der Regierung früher oder später gerechnet hat. Der Entfall der Ticket- und Gastronomieeinnahmen bedeutet für jeden Verein einen dementsprechenden, wirtschaftlichen Schaden und hier hofft man nun natürlich, dass die Regierung diese Ausfälle weiterhin kompensiert. Wobei es in dieser Causa positive Signale gibt.

Von einem Ligaabbruch weit entfernt
„Wie kommt es dazu dass Spieler, die in einer „Blase“ sind, sich überhaupt infizieren können?“ Diese und ähnliche Fragen erreichten die letzten Tage unsere Redaktion. Die Spieler und auch die Betreuer der Teams befinden sich in einer Art „Halbblase“. Sie sind nicht durchgehend „eingesperrt“ wie die NHL Teams, die sich ja extra in einem Hotel niederlassen mussten und sich nur in ihren Bereichen bewegen durften. Die Spieler der ICEHL und vor allem deren Familien bewegen sich natürlich auch ganz normal in der Öffentlichkeit, wenn auch mit Einschränkungen. So ist zum Beispiel eine Vorgabe der Klubs, dass die Spieler und wenn möglich auch die Familien, große Ansammlungen meiden. Trotzdem kann es hier immer passieren, dass es zu einer ungewollten Ansteckung kommt. Auf der anderen Seite muss man aber die Vereine doch auch loben, denn es wird sehr viel getestet und dadurch kamen die diversen Fälle erst ans Tageslicht. In der Zwischenzeit werden auch die sogenannten „Schnelltests“ benutzt, wo man innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis vorliegen hat. Sollte dieser positiv sein, wird ein zweiter Schnelltest nachgelegt. Sollte dieser ebenfalls ein positives Ergebnis zeigen, dann folgt noch der PCR Test. Dieses Vorgehen gab es nun bei Dornbirn, Villach und Graz wo sich Spieler angesteckt haben. Dadurch mussten nun zwar Spiele verschoben werden, von einem Ligaabbruch ist man dennoch weit entfernt. Es sind weiterhin BesucherInnen in den Hallen erlaubt, dazu kommen nun die Verschärfungen mit Gastronomie und Maske. Und außerdem gab es bisher noch keinen einzigen Cluster bei den Spielen einer Eishockeymannschaft, auch weil dementsprechende Vorkehrungen bei den Klubs getroffen wurden.

Graz99ers GM Bernd Vollmann bringt es heute in der „Krone“ auf den Punkt:“Wir haben zwar aktuell Covid-Fälle innerhalb unserer Mannschaft, die Eishalle ist aber ein sicherer Ort für Zuschauer. Es gibt noch keinen einzigen nachgewiesenen Fall in Österreich, der auf eine Eishalle zurückzuführen ist. Die Fans brauchen in der Halle jedenfalls keine Angst zu haben.“

Und zum Schluss: Auch wenn keine BesucherInnen mehr möglich wären, gibt es zumindest die Option der „Medienspiele“. Sprich es gibt dann zwar keine Fans mehr in der Halle, diese können die Spiele aber mit einem Livestream verfolgen.

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