Photo: Red Bull/GEPA pictures/ Jasmin Walter -

Der EC Red Bull Salzburg hat das dritte Testspiel der neuen Saison gegen die spusu Vienna Capitals mit 2:3 nach Penalty-Schießen verloren. Beim ersten Heimspiel mit Zuschauern – die in der Salzburger Eisarena Corona-bedingt limitierten 500 Sitzplätze waren ausverkauft – holten die Red Bulls im Schlussdrittel einen 0:2-Rückstand mit Toren von Paul Huber und Alexander Pallestrang auf, mussten sich den Wienern nach spannender Verlängerung im Penalty-Schießen aber geschlagen geben. 

Ohne Thomas Raffl, Derek Joslin und John Hughes, die noch einmal pausierten, freute sich Yannic Pilloni über sein erstes Spiel der Pre-Season und mit ihm wieder etliche junge Spieler, die aus der Red Bull Eishockey Akademie gekommen sind oder gerade zum Sprung in die Profi-Mannschaft ansetzen. Rick Schofield (heute in Salzburg eingetroffen) und Taylor Chorney (wird in den nächsten Tagen erwartet) fehlten noch.   

Zu Beginn tasteten sich beide Teams zunächst langsam vor, für die Red Bulls war es erst das dritte, für die Vienna Capitals sogar erst das zweite Spiel der Pre-Season. Aber die Partie nahm schnell Fahrt auf und getragen von der Stimmung der erstmals anwesenden 500 Fans, die schon rein optisch das Spiel im Vergleich mit dem ersten Heimtest gegen Villach unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf ein neues Level hebten, entstand alsbald ein abwechslungsreiches erstes Drittel, in dem die Red Bulls etwas mehr vom Spiel hatten. John Peterka hatte die vielleicht beste Möglichkeit im Powerplay, als sein harter Distanzschuss das Gehäuse von Wiens Schlussmann Bernhard Starkbaum knapp verfehlte.  

Im zweiten Durchgang legten die Gäste dann vor. Patrick Peter traf aus halbrechter Position mit einem Distanzschuss zur Führung (26.), Salzburgs Goalie Jean-Philippe Lamoureux, für den heute Nicolas Wieser auf der Bank als Backup bereit war, hatte keine Sicht. Eine Minute später ärgerte sich John Peterka, der ein kurzes Solo nicht zum Ausgleich vollenden konnte. Aber die Caps setzten nach und nutzten gleich ihr erstes Powerplay (33.), Ty Loney war Nutznießer eines Rebounds. Die beste Möglichkeit auf den Anschlusstreffer hatte dann Alexander Rauchenwald (35.), der einen Querpass am linken Pfosten knapp daneben setzte. JP Lamoureux verhinderte kurz vor Ende des zweiten Drittels schließlich noch mit tollem Reflex gegen den freistehenden Alexander Cijan einen möglichen dritten Gegentreffer.  

Zu Beginn des dritten Abschnitts spielten die Red Bulls ein gefährliches Powerplay, kamen aber am 18-jährigen Wiener Torhüter Sebastian Wraneschitz, der ab der Hälfte des Spiels anstelle von Bernhard Starkbaum aufgestellt wurde, zunächst nicht vorbei. In der intensiver werden Partie wurden die Red Bulls dann drückender und Paul Huber fixierte in der 46. Minute aus dem halbhohen Slot den 1:2-Anschluss. Sechs Minuten später lauerte Yannic Pilloni am linken Pfosten (52.), brachte aber mit der Rückhand nicht genug druck auf die Scheibe. Alexander Rauchenwald zog die Scheibe danach (54.) aus kurzer Distanz übers Tor, doch noch in derselben Minute hämmerte Alexander Pallestrang das Ding bei 5:3-Überzahl zum 2:2-Ausgleich unter die Querstange. 

Damit ging es in die Verlängerung, in der Florian Baltram die beste Möglichkeit hatte (64.), die Scheibe bei einem 2 auf 1-Konter aber nicht versenken konnte. Im Penalty-Schießen traf dann nur Wiens Ty Loney, der damit die insgesamt schon sehenswerte Partie gegen die Vienna Capitals für die Gäste entschied.  


Freundschaftsspiel
EC Red Bull Salzburg – spusu Vienna Capitals 2:3 (0:0, 0:2, 2:0) SO
Tore: P. Huber (46.), Pallestrang (54./PP2) resp. Peter (26.), Loney (33./PP, 65./PS)

Salzburgs Verteidiger Alexander Pallestrang: „Das war schon ein recht schnelles und hart umkämpftes Spiel. Nach gutem Beginn sind auch die Wiener besser ins Spiel gekommen und wir haben uns etwas schwergetan. Im Schlussdrittel haben wir uns gut zurückgekämpft und verdient ausgeglichen, auch wenn es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat. Insgesamt war es aber ganz okay heute, man merkt natürlich noch, dass die Abstimmung und die Koordination noch nicht wie gewohnt funktionieren. Es war ja auch erst das dritte, für manche sogar erst das zweite Testspiel.“  

ring-sports.at
Presseaussendung Red Bull Salzburg