Der EC KAC musste sich den Vienna Capitals mit 3:7 geschlagen geben.

Die erste gute Einschussgelegenheit in dieser Partie fanden die Hausherren vor: Rafael Rotter spielte von hinter dem Kasten aus Benjamin Nißner an, der die Scheibe aber knapp am Gehäuse vorbei stocherte (4.). Auf der Gegenseite brach Manuel Ganahl von Niklas Würschl mit einem feinen Steilpass auf die Reise geschickt über halblinks durch, sein Abschluss flog jedoch zu zentral auf Torhüter Bernhard Starkbaum (6.). Nachdem eine Deflection von Ty Loney knapp an der Stange vorbeigesegelt war (8.), war es ein ehemaliger KAC-Crack, der für die Wiener Führung sorgte: Ein Wukovits-Schuss aus der Halbdistanz prallte so vom Pad Sebastian Dahms ab, dass Marco Richter aus kurzer Distanz nur noch einkehren musste (9.). Die Capitals bauten ihren Vorsprung dann mit einem Doppelschlag maßgeblich aus: Ein Rückhand-Zuspiel des in den Slot eingedrungenen Verteidigers Alex Wall landete halblinks bei Nißner, der auf 2:0 stellte (12.). Nur 63 Sekunden später verlor der EC-KAC den Puck an der eigenen blauen Linie, das dadurch entstehende tiefe „Zwei-gegen-Eins“ nutzten die Gastgeber aus: Alexander Cijan verwertete den Querpass von Patrick Kittinger (13.). Dann kamen auch die Rotjacken auf die Anzeigetafel: Blaž Gregorc schlenzte aus der Entfernung, vom Schienbein Thomas Hundertpfunds sprang die Scheibe zu Manuel Ganahl, der rasch reagierte und von halbrechts einschoss (17.). Um ein Haar hätten die Klagenfurter noch vor der ersten Pause weiter verkürzt: Eine Diagonalvorlage von David Maier fälschte Manuel Ganahl im Slot ab, Starkbaum war jedoch mit der Schulter zur Stelle (20.).


Auch im zweiten Durchgang gelang den Wienern der erste Treffer: Bei numerischer Überlegenheit verzettelte sich der EC-KAC im Spielaufbau, Ty Loney scheiterte mit seinem Sololauf zwar zunächst an Sebastian Dahm, konnte seinen eigenen Rebound dann aber problemlos unter das Tordach lupfen (24.). Noch im gleichen Überzahlspiel flog eine Obersteiner-Deflection nur hauchdünn neben das Gestänge (25.), später scheiterte Lukas Haudum nach Torumrundung am gut aufgelegten Starkbaum (30.). Jeweils bei numerischem Vorteil erzielten die Rotjacken dann zwei Treffer: Nach einer „Tic-Tac-Toe“- Kombination im Slot lenkte der am Torraum freie Nick Petersen ein Koch-Zuspiel in dieMaschen ab (32.), 87 Sekunden später fälschte der zwischen den Hashmarks platzierte Lukas Haudum einen Wristshot von Blaž Gregorc aus der Distanz unhaltbar ins Tor ab (34.). Die erste Capitals-Gelegenheit nach langer Zeit fand dann Loney vor, der mit einem Wrap-Around-Versuch scheiterte, weil Dahm mit den Beinschonern unten alles zumachte (35.). Kurz danach durften die Wiener aber zum fünften Mal jubeln: Benjamin Nißner scheiterte mit einem Alleingang am KAC-Goalie, der Puck sprang allerdings genau zum nachstoßenden Rafael Rotter, der ihn in die Maschen lupfte (37.). Begünstigt durch einen nicht geahndeten Wechselfehler kamen die Hausherren in den letzten Zügen des Mitteldrittels noch zu einer guten Gelegenheit, Patrick Antal war aus zentraler Position mit der Rückhand jedoch nicht erfolgreich (40.).
In einem frühen Überzahlspiel im dritten Durchgang verzog Colin Campbell aus guter Position an der kurzen Ecke (42.), bei doppeltem numerischen Vorteil machten die Capitals dann jedoch das halbe Dutzend voll: Alexander Cijan traf vom rechten Faceoff- Kreis aus hoch in die lange Ecke (44.). Auch die Rotjacken wussten im Powerplay zu gefallen: Einer feinen Kombination seiner Formation tief in der Angriffszone verlieh Johannes Bischofberger nur knapp nicht den krönenden Abschluss, sein Schuss landete lediglich am Pfosten (48.). Die nun zeitweise ruppige Partie – alleine im Schlussabschnitt wurden zehn Zwei-Minuten-Strafen ausgesprochen – erlebte schließlich in einem weiteren „Fünf-gegen-Drei“-Powerplay Wiens ihren letzten Treffer: Cijan schnürte aus ähnlicher Position wie bei Tor Nummer sechs seinen Hattrick (52.). Die Klagenfurter brachten in der Schlussphase noch einige gute Offensivaktionen aufs Eis, Torerfolg konnten sie jedoch keinen mehr verbuchen: Thomas Hundertpfunds Wristshot aus dem Zentrum erwischte Bernhard Starkbaum zwar sprichwörtlich am falschen Fuß, detonierte aber nur auf dessen Beinschoner (56.), Nick Petersen schoss aus spitzem Winkel über das halbleere Gehäuse und Blaž Gregorc traf mit der Schlusssirene nur die Querlatte (jeweils 60.).

DIE FAKTEN:
Pre-Season 2020
Vienna Capitals – EC-KAC 7:3 (3:1,2:2,2:0)
Stadthalle Klagenfurt, Schiedsrichter Durchner (AUT), Siegel (AUT)
Tore Vienna Capitals:
Marco Richter (08:54/Ali Wukovits)
Benjamin Nißner (11:40/Alex Wall)
Alexander Cijan (12:43/Patrick Kittinger)
Ty Loney (23:13/Jérôme Leduc/SH1)
Rafael Rotter (36:02/Benjamin Nißner)
Alexander Cijan (43:10/Alex Wall, Rafael Rotter/PP2) Alexander Cijan (51:30/Rafael Rotter, Alex Wall/PP2)


Tore EC-KAC:

Manuel Ganahl (16:07/Thomas Hundertpfund, Blaž Gregorc) Nick Petersen (31:42/Thomas Koch, Rok Tičar/PP1)
Lukas Haudum (33:09/Blaž Gregorc, Thomas Koch/PP1)
Aufstellung EC-KAC: Dahm (Holzer) // Unterweger-Gregorc, Strong-Schumnig, Maier- Kernberger, Würschl // Tičar-Koch-Petersen, Ganahl-Hundertpfund-Bischofberger, M.Geier-Haudum-S.Geier, Kraus-Obersteiner-M.Witting, S.Witting

DER KOMMENTAR:
„Das war ein schlechtes Spiel von uns, aber vielleicht genau der richtige Schuss vor den Bug Mitten in der Vorbereitungsphase. Wir haben unsere Seele und unsere Kampfeslust heute nicht aufs Eis gebracht, scheiterten also schon an Grundsätzlichem und nicht erst an Eigenfehlern oder taktischen Problemen. Wir waren soft und schlampig, bekamen das Momentum im zweiten Drittel noch einmal zurück, verloren letztlich aber klar. Insgesamt eine lehrreiche Erfahrung für unser Team.“ (Petri Matikainen, Head Coach EC-KAC)

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Presseaussendung EC KAC

Bild: Leo V.