EBEL. Eishockey Bundesliga. KAC gegen HCB Suedtirol Alperia. Matthew Fraser, Martin Schumnig, (KAC), Daniel Catenacci (Bozen). Foto: Kuess www.qspictures.net

Drei Spieltage stehen in der ICEHL noch auf dem Programm, dazu gibt es noch den Nachtrag Salzburg-Innsbruck aus der 14.Runde. Fünf Play-Off Teilnehmer stehen bereits fest: Bozen, der KAC, Fehervar, die Vienna Capitals und Red Bull Salzburg werden sich in der Pick Round matchen um sich eine gute Ausgangslage zu verschaffen. Um die restlichen drei Plätze für die Play-Offs kämpfen die sechs weiteren Teams in der Qualification Round ab 12.02..

Pick Round:

HCB Südtirol Alperia: Eine bisher gute Saison spielen die Füchse aus Bozen. Mit 76 Punkten aus 37 Spielen führt man die Tabelle der Liga an, der Vorsprung schmilzt aber, der KAC liegt nur mehr zwei Zähler hinter den Foxes. Zuletzt kassierte das Team von Greg Ireland zwei Pleiten in Serie, nun kommt es zum direkten Duell mit dem KAC. Auch wenn man zuletzt einen kleinen Durchhänger hatte, Bozen ist ein heißer Kandidat für den Titel. Vor allem die Ausgeglichenheit in allen Linien ist eine große Stärke der Südtiroler. Mit Brett Findlay, Dustin Gazley, Daniel Catenacci und Angelo Micelli hat man zudem gleich vier Spieler in den Reihen, die sich im zweistelligen Bereich in der Torstatistik befinden . Aber auch die Defensive ist ein großer Trumpf, gerade einmal 72 Gegentore kassierte man bisher. Bleiben alle Spieler fit, wird es sehr schwierig sein, Bozen zu schlagen.

EC KAC: Auch der KAC ist heiß auf den Titel. In den letzten Wochen konnte man sechs Siege in Serie feiern, von den letzten 14 Partien 12 für sich entscheiden. Man hat damit zu Bozen aufgeschlossen, nur mehr zwei Zähler beträgt der Rückstand, nach der heutigen Runde könnte man sogar von der Spitze lachen. Mit Sebastian Dahm hat man vor der Saison einen wahren Coup gelandet, gerade einmal 1.63 Gegentreffer kassiert der Däne im Schnitt. Dazu läuft die Maschinerie mittlerweile auch in der Offensive, vor allem die Verpflichtungen von Paul Postma und Matt Fraser haben hier einen großen Anteil. Postma hat in 15 Spielen als Verteidiger bereits sieben Treffer erzielt, Fraser hat sechs Tore beisteuern können. Die Linie um Nick Petersen blühte in den letzten Partien ebenso richtig auf, in dieser Form sind die Rotjacken ein Titelanwärter.

Hydro Fehervar AV 19: Auf dem 3. Platz folgen die Teufel aus Ungarn, Fehervar hat 73 Punkte auf der Habenseite, allerdings hat man bereits 38 Spiele absolviert. Dennoch ist mit der Truppe von Coach Karhula heuer zu rechnen. Janos Hari zurückzuholen erwies sich als kluge Entscheidung, 38 Punkte hat der Kapitän bereits beigesteuert. Mit Erdely, Petan, Hargrove und Bartalis haben vier weitere Akteure über 30 Punkte auf ihrem Konto, nicht umsonst hat Fehervar 132 Tore geschossen. Zwar hat man schon 109 erhalten, wenn der offensive Output weiterhin so bleibt, kann man jeden Gegner schlagen. Im Tor verpflichtete man Jaroslav Janus während der Saison, der Slowake erwies sich bisher als starker Rückhalt.

spusu Vienna Capitals: Die Vienna Capitals hatten in der letzten Partie einen Österreicher Anteil von 86% im Line-Up, eine Entwicklung, die dem österreichischen Eishockey nur gefallen kann. Im Dezember hatten die Wiener zwar einen kleinen Durchhänger, es wurden fünf Spiele in Folge verloren. Seither läuft es aber wieder besser, vor zwei Runden konnte man sich mit dem Overtime Sieg gegen Graz für die Play-Offs qualifizieren. Mit Leduc, Flemming, Wall, Campell, Loney, Vause und mittlerweile Archibald hat man nur sieben Imports im Kader, diese können den Unterschied ausmachen und die jungen Österreicher führen. Ty Loney ist mit 36 Punkten der punktbeste Spieler, dahinter folgt mit Ali Wukovits ein Spieler, der bereits jetzt seine beste Saison spielt. Ist der Kader komplett, wird auch mit den Wienern zu rechnen sein.

EC Red Bull Salzburg: Salzburg ist mittlerweile auch für die Play-Offs qualifiziert, es war aber ein steiniger Weg. Den Bullen machten immer wieder Ausfälle zu schaffen, dennoch hatte man genug Qualität im Kader, um sich einen Platz in der Pick-Round zu sichern. Wirft man einen Blick auf die Scorerliste, findet man weniger verwunderlich Spieler wie Hughes, Schofield oder Raffl an der Spitze. Im Tor ist wie jedes Jahr JP Lamoureux ein großer Rückhalt. Mit der Verpflichtung von Austin Ortega, immerhin bereits mit sechs Punkten in acht Spielen, rüstete man noch einmal stark nach. Matt McIlvane und seine Mannen werden um den Titel mitmischen, mit den Bullen ist jederzeit zu rechnen, man kann immer einen Zahn zulegen.

Qualification Round:

Dornbirn Bulldogs: Derzeit liegen die Bulldogs aus Dornbirn noch auf dem 6.Platz, diesen gilt es in den kommenden drei Spielen zu verteidigen. Mit Anthony Luciani gelang vor kurzem ein Transfer-Coup, bereits in seinem ersten Spiel trug er sich in die Schützenliste ein. Nun rüstete man noch einmal nach, Vitalijs Pavlovs verstärkt den Kader. Man ist offensiv damit gut aufgestellt, holte man zu Beginn der Saison Andrew Yogan, William Rapuzzi konnte man halten. Auch die österreichischen Spieler entwickeln sich im Ländle zu Leistungsträgern, Macierzynski (22 Punkte), Romig (20), Woger (19), Häussle (19) oder Schwinger (18) haben einen erheblichen Anteil an den starken Leistungen. Kai Suikkanen leistet in Dornbirn gute Arbeit, sieht man Dornbirn diese Saison nicht in den Play-Offs, wäre das wohl eine große Überraschung.

Moser Medical Graz99ers: Eine Wundertüte sind die Graz99ers. Man lag kurzzeitig an der Tabellenspitze, danach folgte ein Durchhänger mit acht Pleiten am Stück. Man hat sich nun wieder etwas erfangen, Ziel ist nun der 6. Platz. Blickt man auf den Kader der 99ers, sieht man, dass sich dieser während der Saison verändert hat. Zuletzt trennte man sich von Hunter Fejes, für ihn kam Michael Latta, der sich in seinem ersten Spiel allerdings gleich verletzte. Generell sind die 99ers nicht vom Glück verfolgt, Oberkofler verletzte sich vor der Saison, Bowns nach 3 Spielen, MacKay musste sogar seine Karriere beenden. Dennoch steckt im Kader der 99ers viel Qualität, vor allem in der Offensive ist mit Cameranesi, Broda, Latta oder Porsberger viel Power vorhanden, dazu hat man einen soliden Stamm an Österreichern im Kader.

iClinic Bratislava Capitals: Bratislava liegt drei Punkte hinter den 99ers, heute hat man die Chance, an Punkten mit den Grazern gleichzuziehen. Zuletzt verstärkte man den Kader mit Sergei Kostitsyn, immerhin mit 353 NHL-Grunddurchgangsspielen. Ein wichtiger Faktor im Team ist Mitch Hults, 16 Treffer hat er bereits erzielt, seine Tore werden mit Sicherheit entscheidend für das Abschneiden sein. Mit 123 Gegentreffern ist man hier das zweitschlechteste Team, in den letzten Spielen hat man abgesehen vom Bozen Spiel aber auch verbesserte Leistungen gezeigt. Es wirkt, als kommt die Truppe von Peter Draisaitl, der während der Saison übernommen hat, immer besser in Fahrt.

HC TIWAG Innsbruck – Die Haie: Die Haie aus Innsbruck zeigen offensiv wieder starke Auftritte, mit Ciampini hat man den Topscorer der Liga im Team, Christoffer folgt ihm auf dem 3. Platz. 37 Treffer und 45 Assists haben alleine diese beiden Akteure produziert, die Haie erhalten aber zu viele Gegentreffer, mit 131 ist man hier Schlusslicht der Liga. Von den letzten drei Spielen konnten zwei gewonnen werden, davor verlor man allerdings elf von zwölf Spielen, man wurde in der Tabelle durchgereicht. Bekommt man die Gegentore in den Griff und bleibt im Angriff aber weiterhin so dominant, werden die Innsbrucker noch eine tragende Rolle im Kampf um die Play-Offs spielen.

EC GRAND Immo VSV: Der VSV durchlebt erneut eine durchwachsene Saison, mit 41 Punkten rangiert man nur auf dem 10.Platz, Platz neun ist in den verbleibenden Runden aber noch zu erreichen, mit Glück auch der 8.Rang. Rob Daum hat während der Saison für Dan Ceman (mittlerweile Linz) übernommen, unter dem „Professor“ läuft es zwar besser, die Konstanz fehlt aber weiterhin. Im Tor gab es gleich zu Beginn der Saison einen Wechsel, Gudlevskis ersetzte Beskorowany. Mit Caron, Allard und Krastenbergs rüstete man auf, Allard wird die Adler aber wieder verlassen. Kurzzeitig konnte man ja auch Michael Raffl im Trikot bewundern. Heraus sticht in dieser Saison Chris Collins, den man wohl auch gerne verlängern will, Kosmachuk und Gill haben auch bereits elf Treffer am Konto.

Steinbach Black Wings 1992: Ein Kampf, um in die Play-Offs zu kommen, steht wohl den Black Wings bevor. Mit 25 Zählern ist man abgeschlagen Letzter, mit Dan Ceman hat man nun den Ex-VSV Trainer an Bord. Gerade einmal acht Siege stehen zu Buche, definitiv zu wenig. Wirft man einen Blick auf die Scorerliste, stechen hier Umicevic (38 Punkte), Lebler (29 Punkte) und Pelletier (26 Punkte) heraus, auch Hytönen zeigt konstante Leistungen. Danach folgte aber ein rapider Abfall, Piche oder Kozek können nicht an die Leistungen der letzten Jahre anschließen, mit Roach und Yan hat man nun nachgerüstet, Roach, der bereits letzte Saison in Linz war, zeigte bereits, dass er der Truppe helfen kann.

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