Die Black Wings Linz werden in der kommenden Saison wieder in der höchsten Liga in Österreich antreten. Ring Sports hat heute bei Peter Freunschlag, dem Präsidenten der Linzer, nachgefragt. Und der nahm zu diversen Gerüchten Stellung.

Wir hatten heute einen durchaus gelösten Peter Freunschlag am Telefon. Die Ligavereine haben sich gegen eine Aufnahme des EHV Linz ausgesprochen (hier zum Nachlesen), somit bleiben die Black Wings der einzige Verein aus Oberösterreich in der bet-at-home Eishockeyliga. „Ich weiß es zwar selber nicht, aber ich nehme an, die Abstimmung ging 10:0 aus“, so Freunschlag in einem Statement. „Die Abstimmung selbst war natürlich anonym, aber etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen.“

Eine Kooperation möglich?
„Wir haben einen demokratischen Vorstand seit diesem Jahr. Ich bin hier nicht mehr alleine. Von mir persönlich aus gesehen, ist die Kooperationsbereitschaft gegen Null gesunken. Aber sollte unser Vorstand der Meinung sein, wir machen doch eine Kooperation, dann ist hier schon noch eine Tür offen. Ich persönlich kann mit solchen Leuten aber nicht zusammenarbeiten, auch aufgrund dessen, da sie einen Tag nach unserem Zusammentreffen eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gemacht haben. So etwas macht man einfach nicht und man kann dann auch nicht richtig arbeiten. Das ist aber nur meine Meinung und unser Vorstand muss das erst diskutieren“, so Freunschlag. Auch aus diesem Grund könnte die Abstimmung der Ligavereine dementsprechend ausgefallen sein. Die Vorgehensweise war für einige Klubvertreter dann doch nicht in Ordnung.

Strategie des anderen Klubs?
Mittlerweile weiß Peter Freunschlag auch, welche Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingegangen ist. „Es wurde eine Anzeige gemacht, dass wir die Gastroeinnahmen nicht ordnungsgemäß verbucht hätten. Wir sind hier gerade beim Aufklären und sind dabei zu sehen, wer der richtige Zuständige hier für uns ist. Wir helfen aktiv selbst mit. Wir haben aber nichts zu verstecken. Jeder kann sich das selbst ansehen, nur den Vizepräsidenten habe ich das, nach ihrem Austritt, verboten. Zuvor hätten sie aber immer die Möglichkeit gehabt, sich alles anzusehen. Ich mache mir hier keine Sorgen. Auch was sie bemängelt haben bezüglich der Fanclubspenden usw. wurde kontrolliert. Hier ist sogar mehr drinnen, als behauptet wurde. Sie liegen also aufgrund der hohen Summe falsch, denn wir haben sogar noch mehr versteuert. Ich weiß einfach nicht warum sie (Anm.Red. der EHV Linz) das machen. Das ist einfach nur Unwissenheit und man hat versucht, hier irgendwo reinzustechen um irgendetwas zu finden. Wir haben hier aber keinen Fehler gemacht“, meint Peter Freunschlag.

War das also vielleicht auch nur eine Strategie vom anderen Klub um doch eine Aufnahme zu erzwingen? „Sie versuchen einfach irgendwelche Unterlagen zu bekommen, eine Anzeige zu machen. Wer weiß, welche als nächstes kommen wird? Diese Ambition sollte nun aber weg sein, da sie in der kommenden Saison nicht in der 1.Liga spielen können.“ Der EHV Linz hat aber bereits angekündigt, in der kommenden Saison einen neuen Antritt zu wagen (hier zum Nachlesen).

Black Wings bleiben Teil der Liga
Somit wird man die Black Wings Linz auch in der kommenden Saison in der bet-at-home Eishockeyliga sehen. „Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Es war nur die Möglichkeit, dass es zwei Vereine geben wird. Gottseidank ist das nun nicht so, weil wir hätten mit zwei Vereinen keine Chance gehabt in der Eishalle zu spielen. Viele Eiszeiten, die Räumlichkeiten usw. und das wäre auf Kosten des Nachwuchs gegangen. Und das wäre eine Katastrophe gewesen. Das wäre der größte Schaden für die Jugend gewesen.“

Interessant wird nun auch werden, ob diverse Sponsoren nun wieder bei den Black Wings anklopfen. „Die Türe steht natürlich offen. Jeder Verein benötigt Geld, vor allem in der Pandemie-Zeit. Und da würden wir sicher nicht ablehnen.“

Die Planungen für die kommende Saison sind am Laufen und die Black Wings können sich nun auf das Kerngeschäft, das Eishockey konzentrieren. „Wir sind froh, dass wir das nun endlich angehen können.“ Ende Juni wird die Sperre von der Liga aufgehoben, dann will man in Linz nach neuen Spielern und einem Trainer Ausschau halten. „Es sieht so aus, dass die Sperre fallen wird. Man weiß aber nie, ob die Liga nicht doch noch etwas anderes beschließt. Wir benötigen aber auch Planungssicherheit, nachdem wir im Oktober wieder spielen möchten.“

ring-sports.at