Ring Sports Backstagestory: Die Liga präsentierte sich Anfang Juli in einem völlig neuem Gewand. Neuer Name, neues Logo und auch ein neuer Homepage-Auftritt. Ring Sports fragte nun bei Bozen-Manager Markus Meraner, der am Entstehungsprozess von der ICE Hockey League mit beteiligt war, genauer nach.

Markus Meraner sitzt im Marketings-Ausschuss der ICE Hockey League und war somit auch maßgeblich an der Entwicklung des neuen Logos bzw. des neuen Namens der Eishockey Liga beteiligt. Rund 6 Monate hat es gedauert, vom Start des Prozesses, bis zum heutigen Endergebnis. „Der gesamte Rebranding-Prozess unserer Liga hat insgesamt sechs Monate in Anspruch genommen. Natürlich mussten auch wir diverse Problematiken und Verzögerungen aufgrund der Covid-19 Pandemie hinnehmen, welche den Prozess verlangsamten.Der Startschuss für die Erstellung eines neuen Erscheinungsbildes der Liga fiel im Dezember 2019 im Rahmen der ersten Sitzung des neu formierten Marketingausschusses, welcher aus drei Vereinsvertretern, sowie eines Ligavertreters besteht“, so Meraner.

Eigene Identität entwickeln
Ein Ziel war es, dass man eine Identität entwickelt, wo die Liga nicht vom Titelsponsor abhängig ist. Beim Namen „EBEL“ war das lange ein Kritikpunkt. Die „Erste Bank Eishockey Liga“ hatte sich über die letzten Jahre hinweg zwar in den Köpfen festgesetzt, doch die „Erste Bank“ bestimmte den Namen der kompletten Liga. Nach dem Austritt blieben nur mehr die zwei Wörter „Eishockey Liga“ übrig. „Innerhalb des Ausschusses waren wir uns gleich einig dass wir zukünftig eine Sponsor-unabhängige Identität aufbauen möchten, welche auch im Falle eines Wegfalls oder einem Wechsel des Namenponsors weiterhin Bestand hat.“

Für den Liganamen gab es verschiedenste Varianten, allerdings musste man die Vorschläge auch mit den bereits bestehenden internationalen Ligen abgleichen. „In Bezug auf die Namensfindung gab es diverse Ansätze und Vorschläge, welche sich nach einer ersten Überprüfung bezüglich Überschneidungen mit anderen Ligen (zum Beispiel IHL) und Möglichkeiten der Abkürzung, vorzugsweise mit 3 Buchstaben, aber stark dezimierten. Im Rahmen des Marketingausschusses kam dann auch der Vorschlag für die International Central European – ICE Hockey League auf. Was im ersten Moment sehr banal erschien, wusste bei genauerer Betrachtung innerhalb der Arbeitsgruppe immer besser zu gefallen. Da wir in dieser ersten Phase weiterhin offen für weitere Vorschläge sein wollten, wurde jedoch keine fixe Entscheidung getroffen“, erklärt Markus Meraner die erste Phase vom Prozess.

Ausschreibung an Werbeagenturen
„Es folgte die Erstellung einer Ausschreibung für das Ligarebranding. Diese Ausschreibung wurde an insgesamt elf Werbeagenturen geschickt. Nach einer ersten Vorauswahl (Anm.Red. auch wirtschaftliche Grundlagen wurden berücksichtigt) wurden fünf Agenturen, dessen Angebote sich im Rahmen unseres Budgets befanden, gebeten, ein Konzept auszuarbeiten und ihre Ideen zu präsentieren. Nach diesen ausgiebigen Präsentationen, wo die Agenturen jeweils zwei bis vier Vorschläge vorbrachten (Anm.Red. die Präsentationen konnten aufgrund der Pandemie nur über den PC erfolgen), blieben noch 2 Agenturen übrig, welche die Vorgaben aus Sicht des Marketingausschusses am besten umgesetzt hatten.“

Vereine hatten letztes Wort
„Die definitive Entscheidung, sei es was den Namen oder auch das Logo betrifft, lag dann bei den elf Mitgliedsvereinen der Liga, die sich am Ende für die ICE Hockey League, sowie für die Agentur „Creative Tactics“ mit Sitz in Salzburg entschieden. Die junge Agentur wusste auf ganzer Linie zu überzeugen. Vor allem die Herleitung von Logo und Schrift aus der natürlichen sechseckigen Form eines Eiskristalls war hervorragend.Bis zum Relaunch war es jedoch noch ein weiter Weg, denn vor allem die Neuentwicklung und Programmierung der neuen Internetseite www.ice.hockey nahm einiges an Zeit in Anspruch. Aufgrund des allgemeinen Stillstands im Sportbereich war es generell schwierig DEN richtigen Zeitpunkt für den Relaunch zu treffen. Als es dann soweit war, waren wir natürlich auf die ersten Reaktionen gespannt. Wohl wissend, dass ein Logo immer subjektiv wahrgenommen wird und deshalb nicht allen gefallen wird, waren wir sehr erfreut über die große Anzahl an positiven Feedbacks. Was die weitere Platzierung der Marke, insbesondere auf internationaler Ebene betrifft, so kann diese ligaseitig nur marginal aktiv gesteuert werden. Es wird hauptsächlich davon abhängen wann und wie wir wieder mit unserer eigentlichen Paradedisziplin loslegen können, nämlich dem Eishockeyspiel, denn dieses aktiviert dann Fans & Presse von alleine“, so Markus Meraner abschließend.

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