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Am Freitag übermittelte das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport an den Österreichischen Eishockeyverband die Zusage, das Bundesleistungszentrum für Dameneishockey in Villach mit einem Drittel der Kosten zu finanzieren.


Dameneishockey ist in Österreich ein noch recht junger Sport. Dennoch haben sich seit dem Start bereits einige Erfolge eingestellt, die mit dem aktuellen 14. Rang in der Weltrangliste des Internationalen Eishockeyverbandes zu Buche stehen. Zudem wurden auch Großveranstaltungen wie IIHF Damen Weltmeisterschaften für A- und U18-Nationalmannschaften erfolgreich in Österreich durchgeführt. Um aber den nächsten Sprung nach vorne zu machen, ist es notwendig, die Trainings- und Entwicklungsmöglichkeiten für talentierte Spielerinnen zu optimieren. Vergleichbar mit dem Nationalen Zentrum für Frauenfußball in St. Pölten soll für das Dameneishockey ein Bundesleistungszentrum (BLZ) in Villach installiert werden.
Nach Übermittlung des Trainings- und Entwicklungskonzeptes an das Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport erreichte am Freitag den Österreichischen Eishockeyverband (ÖEHV) die positive Nachricht vom Bund, das entstehende BLZ in Villach mit einem Drittel der Kosten der bundesrelevanten Projektteile finanziell zu unterstützen. Land Kärnten und Stadt Villach haben bereits Anfang des Jahres ihr grünes Licht für die Finanzierung dieses Vorzeigeprojekt im heimischen Dameneishockey gegeben.


OEHV-Präsident Dr. Klaus Hartmann: „Dieses Bundesleistungszentrum für Dameneishockey ist ein Herzensprojekt des neuen Präsidiums und wir haben uns deshalb mit allen Kräften für dieses Leuchtturmprojekt eingesetzt. In diesen herausfordernden Zeiten ist die Zusage des Bundes ein positives Signal für die Jugend, den Sport und die Wirtschaft. Villach bietet die besten Voraussetzungen für einen langfristigen und nachhaltigen Aufbau eines Damenleistungszentrums. Wesentliche Vorteile dieses Standortes sind der hohe Stellenwert des Eishockeysports in Kärnten und die guten Möglichkeiten für eine duale Ausbildung. Die Tatsache, dass sowohl die Stadt Villach als Betreiber der Stadthalle als auch das Land Kärnten hundertprozentig hinter dem Projekt stehen, sehen wir für eine erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit als entscheidend an. Ich möchte allen Beteiligten danken, die dieses Projekt vorangetrieben haben und weiterhin bis zum Abschluss unterstützen. Mein besonderer Dank für die bisherige konstruktive Zusammenarbeit gilt der Sektion Sport im Bundesministerium unter der Leitung von Philipp Trattner.“
ÖEHV-Vizepräsidentin Mag. Yasmin Stepina: „Als ehemalige Spielerin freut es mich ganz besonders, dass wir unseren jungen Spielerinnen mit diesem Leistungszentrum neue Perspektiven liefern können. Den Mädchen bieten wir dadurch die Möglichkeit, die Sportart professionell ausüben zu können, und wir schaffen ein neues Modell für die Vereinbarkeit von Schule und Sport.“


Martin Kogler, General Manager im Dameneishockey: „Das BLZ in Villach ist ein Meilenstein im österreichischen Dameneishockey. Wir wollen uns hauptsächlich an einem ähnlichen Projekt aus Finnland orientieren. Unser Head Coach beim A-Nationalteam der Damen, Jari Risku, hat dieses Zentrum in Finnland mitaufgebaut. Es ist enorm wichtig, vor allem mit jungen Spielerinnen so früh wie möglich zu arbeiten. Es gibt immer mehr Nationen, die solche Zentren im Damenbereich aufbauen. Wenn wir mit diesen mithalten wollen, führt kein Weg an einem BLZ vorbei. Wir freuen uns bereits jetzt auf die Zusammenarbeit mit der Region und den österreichischen Spielerinnen.“
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Ziel des BLZ ist es, das gesamte Netz der Trainings- und Serviceeinrichtungen für die talentiertesten Spielerinnen nutzbar zu machen. Einerseits sollen an diesem Standort alle österreichischen Talente die Möglichkeit bekommen, eine duale Ausbildung ab der Oberstufe (14 Jahre) in Form einer Akademie zu absolvieren. Andererseits sollen möglichst viele Aktivitäten sämtlicher National- und Auswahlmannschaften der Damen durchgeführt werden. Aus dem BLZ Villach soll das Kompetenzzentrum für Mädchen- und Dameneishockey in Österreich werden.

Presseaussendung ÖEHV

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