In Zell am See wird es demnächst ein völlig neues Gesicht geben. Ring Sports hat sich mit Anton Riedlsperger und Patrick Schwarz – zwei Personen des neuen sieben köpfigen Vorstandes – unterhalten.

Was gab es nicht für große Erfolge im Eishockey in Zell am See? Nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der anschließenden Nationalliga bzw. INL. Spieler wie Jozef Dano, Peter Dilsky, Jason Melong, Ryan Foster, Walter Putnik, Patrick Machreich und und und glänzten im Dress der Eisbären. 

Diese Zeiten sind in der Zwischenzeit leider vorbei. Vor allem der überraschende Tod von Präsident Otto Wittschier im Jahr 2008 brachte das Eishockey in Zell am See an den Rand des Abgrunds.

An die glorreichen Zeiten konnte man im Pinzgau leider nie mehr so anschließen, allerdings konnte man sich zumindest bis heuer in der AlpsHL halten. Der Vorstand um Obmann Manfred Pfeiffenberger trat nun aber geschlossen zurück und ein neuer Vorstand war lange Zeit nicht in Sicht. Am 10.Juni 2020 wurde der Neubeginn allerdings eingeläutet. Bei den Neuwahlen wurde das Septett Hermann VOGL, Patrick SCHWARZ, Peter HAFFNER, Lars LINDGREN, Ulrike LAHODA, Maxim ALTHUKOV und Anton RIEDLSPERGER von den anwesenden Mitgliedern einstimmig als neues Vorstandsteam gewählt.

Patrick Schwarz ist der neue Geschäftsführer der Zeller Eisbären, er und seine Vorstands-Kollegen haben in den nächsten Wochen einiges zu tun. Die Eisbären werden mit großer Wahrscheinlichkeit in der Kärntner Liga antreten, die AlpsHL ist vorläufig bzw. derzeit kein Thema mehr. 

„Es wird einen völligen Neuanfang geben. Wir übernehmen vom alten Vorstand eine sehr gute Organisation, wo die letzten Jahre über eine sehr professionelle Arbeitsweise ausgeübt wurde. Diese Arbeitsweise werden wir auch 100 prozentig so weiterführen! Es hat sich im März eine Arbeitsgruppe gebildet. In dieser waren auch Aigner Florian und Herzog Christoph involviert. Beide haben sich sehr für den Zeller Eishockey Sport und deren Zukunft ins Zeug gelegt – wirklich unglaublich, so etwas gibt’s nirgendswo anders. Wir wollten ein großes Team schaffen, wo die zahlreichen Aufgaben auf möglichst vielen Schultern verteilt wird. Im Hintergrund steht auch noch ein großes Support Team, dass mit anpacken wird. Aus jetziger Sicht haben wir unsere neue sportliche Heimat in der Kärntner-Liga (AHC – Division 1) gefunden. Die Liga wird wahrscheinlich aus 8 Vereinen bestehen. In der AHC Divison 1 spielen sehr viele ehemalige Bundesliga Spieler wie u.a Wiedergut, Petrik, Klimbacher und Pöck – die neben dem Arbeiten auch Eishockey spielen wollen.  Wir sind richtig dankbar, dass man uns diese Chance ermöglicht in der definitiv drittstärksten Liga in Österreich mitzuspielen. Wir freuen uns auf eine spannende Saison“, so Schwarz. 

Man will auch ehemalige Spieler aus Zell am See zurück in die Mannschaft holen. Spieler wie Florian Aigner oder Christoph Herzog werden somit auch in der kommenden Saison bei den Eisbären spielen.  „Eigentlich wollten Beide aufhören, wir haben von beiden die mündliche Zusage bekommen, dass Sie unter den „neuen Bedingungen“ dem Verein helfen werden, und das Trikot noch einmal überstreifen.Es waren so viele Spiele unter der Woche, und teilweise gingen mehrere Wochen Urlaub nur für das Eishockey drauf. Aus diesem Grund wäre es Beiden nicht mehr möglich gewesen, weiterzuspielen. Verträge hat man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine unterschrieben. Mit den Sponsoren gab es bereits Vorgespräche, die richtigen Verhandlungen starten allerdings erst jetzt, so Riedlsperger“.

„Wie bereits erwähnt, möchte man in erster Linie mit einem Stamm an Zellern spielen. Einige verlassen uns wegen dem Studium oder beruflich. Ohne Auswärtige Spieler ist es für uns aber auch in einer dritten Liga nicht möglich. Wir brauchen bestimmt an die 6 – 7 Spieler um auch in dieser Liga bestehen zu können. Wir müssen jetzt einmal schauen, wie sich das Ganze entwickelt, wir streben aber natürlich wieder zeitnah eine 2. Liga an. Organisatorisch haben wir bereits die nötigen Strukturen dafür. Jetzt warten wir einmal ab, wie sich der Sport bzw. das Eishockey allgemein entwickelt, und dann schauen wir weiter, das klare Ziel ist es aber in den nächsten zwei bis drei Saisonen aufzusteigen. Generell beobachten wir jetzt aber einmal die Entwicklung, bzw. wie die anderen Mannschaften aus der Corona Krise kommen werden. Wir haben ein langfristiges Konzept ausgearbeitet, dass sehr auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist. Eishockey ohne Einheimische funktioniert nicht, und Stand Heute, hätten wir an die 17-18 Auswärtige Spieler holen müssen, und das ist einfach nicht leistbar. Die Liga ist nicht mehr dieselbe wie noch vor fünf Jahren. Wir wollen Eishockey mit vielen Österreichern und Heimischen Cracks zeigen. “, so Riedlsperger

Es ist generell ein gutes Zeichen aus Zell am See. Die Eisbären werden nun versuchen, wieder aufzustehen um auch vielleicht bald wieder an alte Erfolge anschließen zu können.

DER NEUE VORSTAND

Peter Haffner Finanzen, Subventionen

Ulrike Lahoda Sponsoring

Hermann Vogl Sponsoring, Fankoordination

Maxim Althukov Sponsoring

Patrick Schwarz Organisation – Marketing, Sport

Anton Riedlsperger Organisation

Lars Lindgren Sponsoring, Gastronomie

 ring-sports.at