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Die Nummer 3 der Welt, Dominic Thiem, durchläuft derzeit gerade ein Mini-Grand-Slam. In Kitzbühel unterlag er im Finale knapp dem Russen Rublev, morgen geht es in Berlin auf Rasen gegen Jannik Sinner.

Der auf Nummer 1 gesetzte Dominic Thiem steigt morgen im Halbfinale gegen Jannik Sinner ein, dieser hat sich gegen Altstar Tommy Haas knapp durchgesetzt. Am Wochende bestreitet der Österreicher dann ebenfalls in Berlin 2 weitere Matches, diesmal dann auf Hartplatz. Auf einer Pressekonferenz am Montag sprach Thiem über die kommende Zeit und dass er gern auf Rasen spielt: „Generell spiele ich gut darauf und habe 2016 echt große Erfolge gefeiert mit dem Titel in Stuttgart, dem Halbfinale in Halle.“

Großes Fragezeichen hinter den US Open

In den nächsten Wochen erwartet sich Thiem eine Entscheidung bezüglich der US Open. Viele Stars ließen bereits anmerken heuer. nicht beim Turnier in New York anzutreten. Für den Österreicher liegt die Entscheidung aber nicht in der Hand der Spieler: „Ich glaube, dass die Entscheidung nicht in unserer Hand liegt, sondern beim amerikanischen Tennisverband, natürlich auch bei der amerikanischen Regierung, dem New Yorker Bürgermeister. Das Ganze steht auf sehr wackeligen Beinen und ist alles andere als sicher.“ Sollte es aber grünes Licht geben, sieht Thiem keine Gefahr und würde sich sicher fühlen: „Wir werden in einer Riesenbubble sein, wie man es auch bei der Formel 1 in Spielberg gesehen hat. Wir werden keinen Kontakt zur Außenwelt haben.“

„Es gibt wichtigere Dinge als Tennis und Sport“

Natürlich waren die letzten Monate für alle sehr hart, dennoch sieht der Alltag mittlerweile wieder fast normal aus. Und es gibt viele die es doch um einiges schlimmer erwischt hat. Für Australian-Open Finalist Thiem hätte das seine bislang beste Saison seiner Karriere werden können, doch durch den Ausbruch der Corona- Pandemie wurde der Lauf gestoppt. Betrogen fühlt sich Thiem deshalb aber nicht: „Erstens kann man das sowieso nicht ändern, es ist ein Schicksal der Natur, zweitens gibt es auch wichtigere Dinge als Sport und Tennis. Und drittens gibt es auch Spieler, die es um einiges schlimmer erwischt hat als mich. Ich habe sechs, sieben unglaubliche Jahre auf der Tour gehabt. So eine Pause zu haben in einer guten Phase meiner Karriere ist natürlich bitter, aber was sollen Leute sagen, die gerade raufgekommen sind, am Weg nach oben sind und jetzt gestoppt worden sind? Oder Leute, die bald ihre Karriere beenden, die ein halbes Jahr verloren haben?“ so Thiem.

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